Die Diözese Graz-Seckau, 1218 gegründet, umfasst 388 Pfarren. Diözesanbischof ist seit 2015 Wilhelm Krautwaschl. Mehr zur Diözese
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Am Freitag, dem 27. April 2018 um 15:00 Uhr ist es soweit, dass den Bewohnerinnen und Bewohnern die Schlüssel für ihre Mietwohnungen übergeben werden können. Der Um- und Ausbau in der Hauseggerstraße 72 ist nach 14 monatiger Bauzeit abgeschlossen. Damit geht ein Projekt der Katholischen Aktion der Diözese Graz-Seckau in die eigentliche Startphase des gemeinsamen Wohnens. Das Projekt selbst hat seine Wurzeln in der Gruppe „Freiheit leben“.
Diakon Werner Figo setzt sich gemeinsam mit einer Gruppe seit mehr als 10 Jahren mit dem Thema einer christlichen Solidargemeinschaft ab einer Lebensphase, in der erwachsene Kinder aus dem Haus sind (50 – 95+), auseinander. Diese Denkgruppe mündete in den Verein „Solidarität im Alter“. Die Diözese Graz-Seckau als Bauträger und der Verein „Solidarität im Alter“ wollen gemeinsam das Ziel einer selbstbestimmten Lebensgestaltung in einer solidarischen Gemeinschaft bei gleichzeitiger größtmöglicher Autonomie verwirklichen. So gibt es in den vier miteinander verbundenen Gebäuden auf jeder Etage Begegnungsmöglichkeiten und einen großen Veranstaltungsraum mit entsprechender Küche, die Hausgemeinschaft und Familien zum gemeinsamen Kochen und Feiern einlädt. Auch der Garten wird gemeinschaftlich genutzt werden.
Die Katholische Aktion beschäftigt sich permanent mit gesellschaftlichen Fragestellungen und Herausforderungen, die den sozialen Zusammenhalt betreffen. Es ist ein freudiger Anlass, dass dieses innovative Wohnprojekt im Jubiläumsjahr „800 Jahre Diözese Graz-Seckau“ in Betrieb geht.
Gegenseitige Hilfe und Unterstützung für ein möglichst langes selbstständiges Wohnen ist die Grundlage dieser christlichen Solidargemeinschaft. Die Bewohner der 27 Mietwohnungen, zwischen 45 und 75 m² groß, verpflichten sich zu detaillierten Gemeinschaftsregeln. Die eigenen Kompetenzen, die durch Beruf und Ehrenamt erworben wurden, sollen durch einfache Nachbarschaftshilfe gestärkt und gefördert werden. Dieses Wohnprojekt ist jedoch kein betreutes Wohnen. Durch die Nähe zur Pfarrkirche Schutzengel soll die Gemeinschaft von christlicher Spiritualität getragen werden. In einer Wohnung wird auch der Pfarrer von Schutzengel wohnen. Das Wohnprojekt wurde vom Architektenteam Hofrichter-Ritter geplant. Dabei hat auch der Gedanke der Nachhaltigkeit eine große Rolle gespielt. Solarenergie für die Warmwasseraufbereitung und teilweisen Heizungsversorgung sowie eine Photovoltaikanlage für den Strombedarf der Gemeinschaftsbereiche soll dieses Anliegen unterstreichen.
Namensgeber ist der Erzengel Rafael, der Name heißt übersetzt „Gott heilt“. Rafael begleitet im Buch Tobit Tobias zu seiner Frau und heilt seinen Vater Tobit. Rafael wird so zum heilenden Begleiter. Eine besondere Herausforderung wird für die Bewohnerinnen und Bewohner das Loslassen vom liebgewordenem bisherigen Lebensraum sein, um sich mit den neuen Nachbarn auf das Abenteuer, solidarisch miteinander zu leben einzulassen.
Wohnen im Haus Rafael
Es gibt noch 4 freie Wohnungen mit 45 bzw. 65 m². Bewerbungen für eine Wohnung im Haus Rafael können an den Verein „Solidarität im Alter“ zu Hd. Werner Figo, Hauseggerstraße 72, 8020 Graz, oder per Email an kontakt@sia.or.at senden. Voraussetzung für die Anwartschaft sind die volle inhaltliche Übereinstimmung mit den Zielen und eine Mitgliedschaft im Verein „SIA“. Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage www.sia.or.at