Die Diözese Graz-Seckau, 1218 gegründet, umfasst 388 Pfarren. Diözesanbischof ist seit 2015 Wilhelm Krautwaschl. Mehr zur Diözese
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Vom Caritas-Marienstüberl über das Sozialamt Graz und das Krankenhaus der Elisabethinen bis hin zum Haus des Lebens in Voitsberg: 36 Orte der Hilfe sind in der Präsentation „Kunst des Helfens“ dargestellt, die die Kuratorin Astrid Kury, Bischof Wilhelm Krautwaschl, Landesrätin Doris Kampus und Caritasdirektor Herbert Beiglböck am Dienstag im steirischen Presseclub in Graz vorgestellt haben. „Hilfe und Solidarität sind wesentlich für unsere Gesellschaft, ohne sie ist Demokratie nicht lebbar“, hielt Kuratorin Kury von der Akademie Graz fest. Die Präsentation zeigt die Bedeutung der Nothilfe als Fundament sozialer Gerechtigkeit und ist der Beitrag der Caritas zur 800-Jahr-Feier der Diözese Graz-Seckau.
Bischof Wilhelm Krautwaschl verwies auf das Zusammenwirken vieler karitativer Initiativen in der Präsentation und insbesondere auf das Ineinandergreifen von Caritas und Kirche: „Caritas ist Kirche. Ich bin dankbar für die Kunst des Helfens, ein Projekt das so viele karitative Initiativen in diesem Land zusammengebracht hat und zeigt, was in der Kirche gelebt wird“. Daher gehe auch ein Betrag von 750.000 Euro aus dem Budget des Diözesanjubiläums an dieses und weitere karitative Projekte wie die Notschlafstelle Leoben, die auch im Rahmen der Themenwege besucht wird. „Das ist auch ein Zeichen dafür, wie wir uns als Kirche verstehen“, betonte der Bischof.
Landesrätin Doris Kampus sagte, in der Steiermark gebe es einen „sozialpolitischen Schulterschluss“ zwischen politischen, kirchlichen und anderen Partnern, der nicht selbstverständlich sei: „Die Aufgabe von Politik, wie ich sie als Soziallandesrätin sehe ist, dafür Sorge zu tragen, dass es zu einem fairen Ausgleich kommt.“ Das Land beteilige sich gerne an der Präsentation, da diese Armut zum Thema mache, aber auch zeige, was dagegen getan werde.
Caritasdirektor Herbert Beiglböck erklärte, es gehe darum, den Blick auf das Ganze zu richten und im Feiern auch die Schattenseiten der Geschichte und der Gegenwart zu sehen: „Der Grundwasserspiegel der Nächstenliebe ist hoch, und es gibt viele Wasserstellen, an denen Menschen Hilfe schöpfen können“. Das Zustandekommen der Präsentation durch Zusammenwirken vieler unterschiedlicher Partner sei modellhaft für die Gesellschaft.
Zentrum der Präsentation ist das Caritas-Sozialzentrum Marianum, in dem auch künstlerische Interventionen von Iris Andraschek, Marlene Hausegger und Ursula Kiesling zu sehen sind. Eine Programmzeitung, die an allen beteiligten Orten aufliegt, beschreibt die unterschiedlichen Ansätze der Hilfe und dient als Leitfaden für eigene Entdeckungen. Geführte Themenwege bieten eine tiefere Beschäftigung mit einzelnen Ansätzen und Auseinandersetzung mit Akteuren.