Die Diözese Graz-Seckau, 1218 gegründet, umfasst 388 Pfarren. Diözesanbischof ist seit 2015 Wilhelm Krautwaschl. Mehr zur Diözese
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„Wir präsentieren das Bühnenprogramm mitten in der Stadt, und ziehen uns anlässlich des 800-Jahr-Jubiläums nicht in die Basilika Weizberg, den Pfarrsaal oder hinter Mauern zurück. Wir wollen uns als Kirche bei den Menschen sichtbar präsentieren“, so Pfarrer Toni Herk-Pickl freudig zum Standort der Bühne am Südtirolerplatz und deren inhaltlich offene Ausrichtung. Die Gottesdienste auf der Bühne seien für ihn Ausdruck spiritueller Wurzel, aus welcher die Kirche Kraft beziehe. Als Zeichen der Solidarität sind Programme zu verstehen wie der Ella-Laden macht Mode (Prominente begeben sich für einen guten Zweck auf den Laufsteg), das Christina lebt-Straßenfest des gleichnamigen gemeinnützigen Vereins und der Marktplatz der Möglichkeiten der Caritas. „Verantwortung für Schwächere zu zeigen, miteinander zu feiern und hinzuhören auf die Anliegen und Bedürfnisse aller, wie beim Format I hea zua, – das sei zentral“, führt Herk-Pickl weiter aus.
Erwin Eggenreich, Bürgermeister der Stadt Weiz, betont die hervorragende Zusammenarbeit zwischen Stadt und Pfarre. „Es ist ein gelungenes Miteinander, denn die Menschen in der Stadt und in der Region stehen für uns im Zentrum.“ Nach der Erhebung der Weizbergkirche zur Basilika sei die Jubiläumsbühne ein zweiter wichtiger und bedeutender Anlass zu feiern, so Eggenreich weiter. Er freut sich insbesondere, dass für das Programm für junges Publikum viele hunderte Jugendliche aus der gesamten Oststeiermark nach Weiz kommen werden, wie für die pflingstliche Sternwanderung mit rund 500 Jugendlichen (17.5.) oder die Konzerte der jungen Bands aus der Region Celebration Day, Illumination und The Styrian Pumpkins (19.5.). „Nachmittags finden wichtige Impulsreferate zum Thema ‚Was würdest du morgen zurücklassen?‘ . Dabei diskutieren Persönlichkeiten aus Philosophie, Religion und Wissenschaft ( Peter Strasser, Manfred Prisching, Mathilde Schwabeneder u.a.) wichtige Fragen der Zeit, die es zu stellen gilt“.
Johann König, Leiter des Kulturbüros Weiz, zeigt sich von der jahrzehntelangen Partnerschaft ebenso begeistert: „Die Zusammenarbeit zwischen dem Kulturbereich der Stadt und der Pfarre Weiz mit ihren vielen Initiativen von der Pfingstvision über Way of Hope bis hin zu Muiscal-Projekten und Benefizveranstaltungen ist eine gut funktionierende.“ Da helfe man gern mit Räumlichkeiten für das Schlechtwetterprogramm oder bei der Logistik aus – hunderte von SchülerInnen gilt es nach Weiz zu transportieren. „Wir freuen uns auf eine intensive anregende Woche!“.
Die Bühnenverantwortlichen, Willi Fink und Richard Sommersguter, stellten ihre Programmhighlights vor. Fink erklärt, dass die Vormittage im Zeichen der Kinder und Jugendlichen stehen, mit bereits erwähnter Sternenwanderung und Malaktionen, bei denen SchülerInnen von Vorau bis Bad Waltersdorf in Weiz zu Gast sind. Besonders glücklich zeigt er sich über die Einführung von Eddie Luis im Rahmen des Wortgottesdienstes Missa in Beat mit hunderten von Jugendlichen. An den Nachmittagen präsentieren sich verschiedene kirchliche Einrichtungen wie das Haus der Frauen, die Caritas, die Diözesane Frauenkommission. Das Thema Schöpfungsverantwortung wird von der Pfarre Dechantskirchen thematisiert. Die Abende sind geprägt vom Gesprächsformat der Pfingstvision, u.a. eine Schaltung zu Bischof Hermann Glettler nach Innsbruck, und einem besinnlichen Tagesausklang „Einfach zum Nachdenken“.
Richard Sommersguter sagt zur Programmgestaltung: „Wir wollen offen kommunizieren, laden ein zum Mitreden, Nachdenken, vielleicht auch Umdenken. Wir wollen mitten in der Stadt über unseren Glauben reden, nachvollziehbar und ansteckend.“ Ein besonderes Highlight ist der PfingsTalk am Freitag (18.5., 17 Uhr) unter dem Titel „Untergang verwalten – Aufbruch gestalten“ mit einem Gespräch zwischen Bischof Wilhelm Krautwaschl und dem Theologen P. M. Zulehner. Danach engagieren sich mehr als 150 Firmlinge bei Spirit, Rock and Bishop (18.5.) in sozialen Einrichtungen. Der Samstag widmet sich der Musik mit lateinamerikanischen Klängen, 9 oststeirischen Chören und dem Konzert junger Bands am Abend. „Die werden den Südtirolerplatz zum Rocken bringen! So nehmen wir den Pfingstschwung bis in den Sonntag mit, zum abschließenden Gottesdienst in der Basilika Weizberg“, so Sommersguter.
Die Diözese Graz-Seckau wolle anlässlich ihres 800-jährigen Bestehens nicht einfach nur feiern, sondern auch die Geschichte kritisch betrachten und sich vor allem der Frage widmen: Was und wie lernen wir daraus?, betont Gerhard Hofbauer, diözesaner Bühnenkoordinator. „Die katholische Kirche war nicht immer Weltmeister in der Beteiligung der Menschen, aber das wollen wir in der Steiermark mit den Bühnen ändern. Die Bühne bietet allen den Raum, um miteinander zu reden und sich zu präsentieren. Was sind die Themen in unserer Region und wie können wir gemeinsam in die Zukunft zu gehen?