Die Diözese Graz-Seckau, 1218 gegründet, umfasst 388 Pfarren. Diözesanbischof ist seit 2015 Wilhelm Krautwaschl. Mehr zur Diözese
Die Diözese Graz-Seckau, 1218 gegründet, umfasst 388 Pfarren. Diözesanbischof ist seit 2015 Wilhelm Krautwaschl. Mehr zur Diözese
Es gibt viele Möglichkeiten, sich in der Kirche zu engagieren! Mehr Infos
Schulen, Kindergärten, Bildungshäuser und vieles mehr: Kirche ist ein wesentlicher Bildungsanbieter. mehr Infos

Die muslimische Welt befindet sich seit Jahrzehnten in einer Krise. Die Revolutionsbewegungen des „Arabischen Frühlings“ hatten Regierungsumstürze, Bürgerkriege und neue Machtverhältnisse zur Folge. Die Verwandlung von Konflikt in Terrorismus übertrifft jedoch alle früheren Krisen, da unschuldige Menschen absichtlich angegriffen werden. Was sind die Ursachen für diese Entwicklung? Wie die Revolutionen die arabisch-christliche Welt verändert haben, davon spricht der Nahostexperte Prof. P. Samir Khalil Samir in seinem Vortrag.
Im Nahen Osten müssen gerade Christen einen hohen Preis zahlen, da sie oft mit dem „christlichen“ Westen identifiziert werden. Dies ist für manche ein Grund, in den Westen auszuwandern. Was kann Europa zur Lösung dieses Problems beitragen? Welche Haltung gegenüber dem Islam ist in dieser Situation angemessen?
Der ägyptische Jesuit P. Samir Khalil Samir, ein profunder Kenner der christlich-islamischen Verwobenheit im Nahen Osten (arabisch: "Mashreq"), spricht in dieser Woche in Graz und Wien auf Einladung von "Pro Oriente" zum Thema "Nach der Revolution. Die arabisch-christliche Welt im Umbruch".
In Graz behandelt der Jesuit - der u.a. am Päpstlichen Orientalischen Institut in Rom lehrt - dieses Thema am Donnerstag, 3. Mai, um 17 Uhr, im Zentrum für Weiterbildung an der Universität Graz (8010 Graz, Harrachgasse 21, Hörsaal 07.02). In Wien behandelt Prof. Samir das Thema am Freitag, 4. Mai, bei einer zweiteiligen Veranstaltung, die in Kooperation mit den "Theologischen Kursen" im Stephanisaal am Stephansplatz 3 stattfindet.
weitere Informationen
Termin: Donnerstag, 3. Mai, 17 Uhr
Ort: Zentrum für Weiterbildung an der Universität Graz (8010 Graz, Harrachgasse 21, Hörsaal 07.02).
P. Samir Khalil Samir ist katholischer Theologe sowie Islamwissenschaftler und Orientalist. Er berät den Heiligen Stuhl im Hinblick auf den christlich-islamischen Dialog und lehrt am Päpstlichen Orientalischen Institut in Rom sowie an der Universität Saint-Joseph in Beirut, wo er das Forschungs- und Dokumentationszentrum CEDRAC begründete, das Literatur zum christlichen Erbe im Nahen Osten sammelt. Im libanesischen "Maqasid"-Institut unterrichtet er angehende Imame über das Christentum. Er lehrt auch am "Centre Sevres de Theologie", das zum Pariser Institut Catholique gehört.
1955 trat P. Samir in Aix-en-Provence in den Jesuitenorden ein und nahm das Studium der Philosophie, Theologie und Islamwissenschaft auf. Er promovierte über ein Thema zur orientalischen katholischen Theologie sowie über ein Thema in den Islamwissenschaften. Danach begründete er 20 Lehrinstitute für Alphabetisierung in Ägypten und lehrte am Päpstlichen Orientalischen Institut in Rom (dessen Pro-Rektor er im Jahr 2015 war). Im Jahre 1986 siedelte er während des Bürgerkrieges in den Libanon über und lehrte dort an der Universität Saint-Joseph die Fächer Theologie und Islamwissenschaften. Er hatte Gastprofessuren an den Universitäten Graz, Tokio, Al-Azhar-in Kairo, Georgetown University in Washington inne.
P. Samir ist Autor von 40 Büchern und mehr als 500 Zeitungs- und Zeitschriftenartikeln. Er ist Berater von zahlreichen Kirchenvertretern und Politikern in Europa und im Nahen Osten. Er diskutierte aber auch mit Jugendlichen nordafrikanischer (zumeist kabylischer) Herkunft in den Pariser Banlieues über ihren Alltag lange vor den Unruhen im Jahre 2005. Seine Hauptarbeitsgebiete sind: der christliche Orient, der Islam und die Integration von Muslimen in Europa sowie die Beziehungen zwischen Christen und Muslimen. (Infos: www.theologischekurse.at)