Die Diözese Graz-Seckau, 1218 gegründet, umfasst 388 Pfarren. Diözesanbischof ist seit 2015 Wilhelm Krautwaschl. Mehr zur Diözese
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„Du kriegst immer eine Antwort“ – das ist für die junge Alleinerzieherin Angelika Lovasz mit ihrem Baby im Stadtwohnzimmer der Caritas ein Grund, in den Treffpunkt zu kommen, in dem SozialarbeiterInnen Ratschläge für junge Eltern geben. Eine von elf Geschichten gelungener Caritas-Hilfe aus dem Wirkungsbericht 2017, den die Caritas am 17. Mai im Schubertkino in Graz präsentiert hat. Caritasdirektor Herbert Beiglböck hielt dabei fest: „Eine starke Gesellschaft trägt eine große Verantwortung für diejenigen, die am Rande stehen“.
Auch in Phasen einer wirtschaftlich stabilen Entwicklung gebe es Menschen, die keine Teilhabe an dieser Situation haben. Daher sei es nicht zu akzeptieren, wenn der Sozialstaat in Frage gestellt werde. „Die Caritas hat ein großes Interesse daran, die Wirksamkeit und die Instrumente des Sozialstaates zu erhalten“, betonte Beiglböck. „Dazu braucht es Dialog, und wir werden nicht müde, diesen Dialog einzufordern, um gehört zu werden“.
Beispiele für die breit gefächerten Hilfeleistungen der Caritas zeigt der Wirkungsbericht, der online unter www.caritas-wiewirwirken.at veröffentlicht ist, in elf persönlichen Geschichten: von der Bewohnerin im Pflegewohnhaus über den ehemaligen Techniker, der nach langer Arbeitslosigkeit eine neue Beschäftigung in der Betreuung gefunden hat, bis zu einer Jugendlichen, die im Beschäftigungsprojekt tag.werk einen ersten Schritt in ein selbstständiges Leben geschafft hat.
„Es geht immer darum, die Fähigkeiten der Menschen zu sehen und daran zu glauben“, erkärte Peter Wagner, Bereichsleiter Beschäftigung und Sachspenden. Petra Prattes als Bereichsleiterin Betreuung und Pflege ergänzte: „Es geht ganz viel, man muss Geduld haben, Vertrauen – und Schritte zulassen“. Befähigung sei auch ein Schritt zur Armutsprävention, betonte Rolf Spiegel, der den Bereich Bildung und Integration leitet. Franz Waltl, Bereichsleiter Hilfe für Menschen in Not, verwies auf den beeindruckenden Einsatz zahlreicher Freiwilliger Helfer: „Das ist ein großartiges Zeichen von Solidarität, ohne die viele unserer Angebote nicht möglich wären“.
Die Caritas hat im Jahr 2017 in ihren Einrichtungen und Beratungsstellen steiermarkweit mehr als 87.000 Menschen erreicht, beraten und in Nothilfe versorgt. Bei einem Gesamtbudget von 98,2 Millionen Euro kamen fast 10 Millionen aus Spenden, 70,2 Millionen Euro aus Entgelten für Dienstleistungen, 16,5 Millionen stammen aus Subventionen und Zuschüssen.