Die Diözese Graz-Seckau, 1218 gegründet, umfasst 388 Pfarren. Diözesanbischof ist seit 2015 Wilhelm Krautwaschl. Mehr zur Diözese
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Bischof Wilhelm Krautwaschl berichtete von den regionalen Priestertreffen in den letzten Monaten. Themen, die daraus weiter behandelt werden sollen, sind regelmäßige pastorale Treffen zwischen Bischof, Generalvikar und Priestern, Sakramentenpastoral und veränderte gesellschaftliche Bedingungen sowie das Thema der Leitung. Im Hinblick auf das 800-jährige Diözesanjubiläum sieht Bischof Krautwaschl eine Woche vor dem Jubiläumswochenende am 23./24. Juni schon jetzt die Feierlichkeiten, vor allem die acht Bühnen in den Regionen, als Erfolg.
Der erste Punkt der Tagesordnung behandelte die konkrete Umsetzung des im Dezember 2017 veröffentlichten Zukunftsbildes der Diözese. Bischof Krautwaschl berichtete um das Ringen der vielen Beteiligten, das Zukunftsbild in konkrete Maßnahmen zu gießen. Es sei ein Spagat gewesen, von technokratischen Begriffen in eine verständliche Sprache zu kommen, bzw. solche Ziele zu formulieren, die auch überprüfbar seien. Die Einflechtung der strategischen Ziele in die Diözese werde wohl Jahre dauern, so der Bischof.
Arbeitsgruppenleiter Heinz Finster berichtete zum aktuellen Stand der Überlegungen, die die Zukunft des Diözesanrates als Gremium betrifft. Angedacht ist eine breite “Diözesanversammlung”, in deren Verantwortung zukünftig die Beobachtung und Aufnahme von gesellschaftlichen Entwicklungen falle. Diese Diözesanversammlung bestehe aus Amtlichen und Ehrenamtlichen und bilde die Diözese in seiner Fläche und in ihren Aufgabenbereichen ab. Der neue Diözesanrat sei in diese neue Diözesanversammlung integriert, der zukünftig ca. 50 Personen umfassen werde. Aus Diözesanrat und Priesterrat wird je eine Person in eine Ordinariatskonferenz entsandt. In der anschließenden Diskussion war man sich einig, dass an sinnvollen Übergangsbestimmungen gemeinsam gearbeitet werden müsse.
Dietmar Schreiner, Geschäftsführer des Welthauses der Diözese, berichtete über die Entwicklung einer neuen Diözesanpartnerschaft, wie sie von Bischof Wilhelm Krautwaschl angestoßen wurde. Dafür wurde die brasilianische Diözese Bom Jesus da Lapa ausgewählt. Eine Vertreterin dieser Diözese, Abeltania de Souza Santos, berichtete über die Situation der Diözese im Nordosten von Brasilien. Besonders die Erfahrungen in der Pastoral in den Pfarren interessiere die junge Diözese, die erst seit 55 Jahren existiere.
Die für fünf bis acht Jahre angelegte Partnerschaft wird am 23. Juni unter dem Motto “Zukunft säen” bei den Feierlichkeiten auf der Bühne am Färberplatz um 14:30 Uhr mit Bischof Wilhelm Krautwaschl und Bischof João Santos Cardoso offiziell geschlossen.