Die Diözese Graz-Seckau, 1218 gegründet, umfasst 388 Pfarren. Diözesanbischof ist seit 2015 Wilhelm Krautwaschl. Mehr zur Diözese
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Papst Franziskus hat schwere Schuld der katholischen Kirche in der Frage des Missbrauchs durch Ordensleute und Priester eingeräumt. "Mit Scham und Reue geben wir als Gemeinschaft der Kirche zu, dass wir nicht dort gestanden haben, wo wir eigentlich hätten stehen sollen und dass wir nicht rechtzeitig gehandelt haben, als wir den Umfang und die Schwere des Schadens erkannten", erklärt Franziskus in einem mehrseitigen Brief "an das Volk Gottes", den der Vatikan am Montag veröffentlichte. In dem knapp vierseitigen Schreiben kritisiert der Papst scharf den "Klerikalismus" in der Kirche und fordert alle Katholiken auf, sich gegen seine solche Kultur zu engagieren.
Die Wunden der Missbrauchsopfer "verjähren nie", heißt es in dem Schreiben laut der vom Vatikan verbreiteten offiziellen deutschsprachigen Übersetzung: "Der Schmerz dieser Opfer ist eine Klage, die zum Himmel aufsteigt und die Seele berührt, die aber für lange Zeit nicht beachtet, versteckt und zum Schweigen gebracht wurde." Der Schrei der Opfer aber sei stärker gewesen "als die Maßnahmen all derer, die versucht haben, ihn totzuschweigen", oder die meinten, das Leid mit Entscheidungen zu kurieren, die letztlich alles nur schlimmer gemacht hätten.
Mit seinem Brief reagiert Franziskus unmittelbar auf den jüngsten Bericht einer Grand Jury im US-Bundesstaat Pennsylvania zu Missbrauchsfällen in der Kirche und deren Vertuschung in den vergangenen Jahrzehnten, weiters auf die Entwicklung in Chile sowie anhaltende Diskussionen vor seinem Besuch in Irland am kommenden Wochenende
Quelle: Kathpress