Die Diözese Graz-Seckau, 1218 gegründet, umfasst 388 Pfarren. Diözesanbischof ist seit 2015 Wilhelm Krautwaschl. Mehr zur Diözese
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“Glauben wir an unsere Zukunft?“ ist eine der Fragen die immer wieder gestellt wird. Wie werden sich die Dinge entwickeln? Wohin führt uns dieser Weg? Im Rahmen des 800-jährigen Jubiläums der Diözese Graz-Seckau wird diese Frage als Programm neu verhandelt, um mit dem Blick in die Vergangenheit die Zukunft der Kirche neu zu denken. Die Berufsvereinigung Bildender Künstler Sektion Steiermark (BVBK Steiermark) will in der Ausstellung “Glauben wir an unsere Zukunft?” daran anknüpfen und Diskurse für Gesellschaft und Kirche ansprechen. Es geht um ein Nachdenken über das was sein könnte. Wie können wir Gesellschaft zukünftig anders gestalten? Welche Strategien braucht es um, in einer von Angst scheinbar gebeutelten Welt, positiv in die Zukunft blicken zu können?
Die von Elisabeth Saubach kuratierte Ausstellung wird am 5. Oktober in Stift Rein eröffnet und ist bis 21. Oktober jeweils Freitags, Samstags und Sonntags zu sehen (siehe Factbox). Die Eröffnung findet um 19 Uhr im Cellarium statt und wird von Florian Traussnig, dem Projektreferenten für Kunst und Kultur im Jubiläumsjahr vorgenommen werden.
Die mediale Befeuerung mit negativen Schlagzeilen und Bildern versetzt uns in eine Art Angststillstand. Als Konsequenz beschäftigen sich die Menschen scheinbar mehr mit dem Zusammenbruch, als mit dem Aufbau der Dinge. Im neoliberalen System scheinen Begriffe wie Krise oder Katastrophe bedeutsamer als Begriffe wie Freiheit oder Solidarität. Die einzelnen künstlerischen Positionen der Ausstellung reflektieren divergente Herangehensweisen an dieselbe Fragestellung. Heide Lamperter, Edda Lentsch und Ernst Hermann beschäftigen sich mit dem Aufbruch, offenen Wegen und dem Neubeginn. Armin W. Nimra nimmt den Ausblick in den Fokus und verdichtet zusammen mit Dietmar Egle Zukunft und Vergangenheit solange, bis sie sich ineinader auflösen. Irene Mischak, Bernd Holzer und Lidia Molinksi nähren sich dem Thema ebenfalls kritisch an und hinterfragen die scheinbare Sicherheit der Dinge, während Krista Titz-Tornquist das bedingungslose “Ja” thematisiert. Marlene Schaumberger und Martina Hartusch fragen danach wohin wir wie gehen – und Marisa Koiner gibt eine Antwort: zurück zur Mitte. Bei Ramin Hazrati wird eine Auseinandersetzung mit Formen der Kommunikiation greifbar und Timothy Mark verdeutlicht die unaufhörliche Vorwärtsbewegung, in welcher die Kette nur so stark ist wie ihr schwächstes Glied.
Das Cellarium des weltältesten Zisterzienserstiftes wird für die Zeit der BVBK-Ausstellung zu einem Ort an dem fundamentale gesellschaftspolitische Werte, sowie Möglichkeiten und Strategien eines Nachdenkes über Zukunft diskutiert werden.
Infos
"Glauben wir an unsere Zukunft?"
Ausstellung der BVBK Steiermark im Rahmenprogramm zu "800 Jahre Graz-Seckau".
Zisterzienserstift Rein, Cellarium
Eröffnung:
5. Oktober 2018, 19:00 Uhr
Florian Traussning, Diözese Graz-Seckau
Einführende Worte: Armin W. Nimra-Ruckenbauer, BVBK Steiermark
Kuratorin: Elisabeth Saubach
Musik: Olena Mishchii (Cello)
Öffnungszeiten:
Samstag und Sonntag, 6. und 7.10.2018
Freitag, Samstag und Sonntag, 12., 13. und 14.10.2018
Freitag, Samstag und Sonntag, 19., 20. und 21.10.2018
jeweils von 10:00 bis 16:00 Uhr
KünstlerInnen:
Dietmar Egle, Martina Hartusch, Ramin Hazarti, Ernst Hermann, Bernd Holzer, Heidi Lamperter, Edda Lentsch, Timothy Mark, Irene Mischak, Marissa Koiner, Lidia Molinski, Armin W. Nimra-Ruckenbauer, Marlene Schaumberger, Krista Titz-Tornquist