Die Diözese Graz-Seckau, 1218 gegründet, umfasst 388 Pfarren. Diözesanbischof ist seit 2015 Wilhelm Krautwaschl. Mehr zur Diözese
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Der weltweit am 21. Oktober begangene Weltmissions-Sonntag soll "auch ein Tag der Gewissenserforschung für jeden einzelnen von uns" sein: Die österreichischen Bischöfe regen in einem gemeinsamen Hirtenwort zu diesem Anlass zu selbstkritischen Fragen an: "Scheuen wir uns, den Glauben zu bezeugen? Schämen wir uns unseres Christseins?" Während andere Religionen recht selbstbewusst für sich öffentlich Werbung machten, "läuft bei uns vielfach alles in den 'alten' Bahnen", erklären die Bischöfe in dem Hirtenwort für den kommenden Sonntag. Sie verweisen auf Papst Franziskus, der Mut zuspreche, "neu auf die Menschen zuzugehen" und dabei auch an die Ränder der Gesellschaft zu gehen.
Bei dieser Neuausrichtung der etablierten Kirche in Europa sei der Blick auf die Lebendigkeit der jungen Kirchen in Afrika, Asien und Lateinamerika hilfreiche, ja geradezu "eine Therapie für uns", halten die Bischöfe fest. "Wir brauchen also eine Verwandlung unserer Mentalität!"
"Ausnahmslos alle Christen sind berufen, an der 'Mission Gottes' mitzuarbeiten, so der Diözesandirektor von Missio Steiermark, P. Josef Altenburger, in der aktuellen Ausgabe des Sonntagsblatt. "Achtung und Wertschätzung, Interesse an Barmherzigkeit, Liebe und Solidarität sollen unser Reden und Tun prägen", so Altenburger weiter. Es gehe um einen Perspektivenwechsel: Spurensuche sei angesagt, weil Gott schon lange bei den Menschen sei.
Der Weltmissions-Sonntag (3. Sonntag im Oktober) wird im Hirtenbrief als "größte Solidaritätsaktion auf diesem Planeten" bezeichnet: 1,3 Milliarden Katholiken würden dabei beten und spenden, in jeder Pfarre der Welt sammelt "Missio" im Auftrag des Papstes für den Aufbau der Weltkirche - nicht nur in Österreich oder in den wohlhabenden westlichen Ländern, sondern sogar im diesjährigen Schwerpunktland Äthiopien. Der Ertrag aus allen 150 Ländern, wo es katholische Christen gibt, sichert die Grundversorgung der 1.180 ärmsten Diözesen in Afrika, Asien und Lateinamerika.
Infos
Spenden an Missio:
IBAN: AT96 6000 0000 0701 5500
www.missio.at/spenden