Die Diözese Graz-Seckau, 1218 gegründet, umfasst 388 Pfarren. Diözesanbischof ist seit 2015 Wilhelm Krautwaschl. Mehr zur Diözese
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Am 11. November um fünf Uhr morgens wurde der Waffenstillstand von Compiègne unterzeichnet und damit der Erste Weltkrieg beendet. Das 100-jährige Jubiläum des Endes dieses bisher umfassensten Krieges der Geschichte, durch den 17 Millionen Menschen ihr Leben verloren, wird in Graz mit einem Gedenkkonzert gefeiert.
Unter dem Titel "Verleih uns Frieden gnädiglich" werden die Chöre der Dommusik gemeinsam mit dem Domorchester unter der Leitung von Domkapellmeister Josef M. Doeller Felix Mendelssohn Bartholdys Chorkantate gleichen Titels und die Symphonie Nr. 2 "Lobgesang", Arvo Pärts "Adam´s Lament", sowie Rudolf Mauersberger, "Wie liegt die Stadt so wüst" zur Aufführung bringen. SolistInnen sind Tetiana Miyus (Grazer Oper; Sopran), Johannes Chum (internationaler Opern- und Oratoriensänger; Tenor) und E. Shughai (Mezzosopran).
Kardinal Christoph Schönborn und Militärbischof Werner Freistetter werden am Wochenende nach Belgrad reisen und in der serbischen Hauptstadt an einer Gedenkfeier zum Ende des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren teilnehmen. Am Samstag, 10. November, werden die beiden am Vormittag gemeinsam mit dem Belgrader Erzbischof Stanislav Hocevar einem Gedenkgottesdienst in der katholischen Kathedrale von Belgrad vorstehen. Am frühen Nachmittag (13 Uhr) findet dann auf dem Friedhofskomplex des Novo Groblje (Neuer Friedhof) die eigentliche Gedenkfeier statt.
Wie Kardinal Schönborn im "Kathpress"-Interview sagte, wolle er mit dem Besuch ein bescheidenes aber klares Zeichen dafür setzen, dass Serbien 1914 mit der Kriegserklärung durch Österreich-Ungarn Unrecht getan wurde. "Wir können das geschehene Übel nicht wieder gutmachen, aber klar zum Ausdruck bringen, dass wir heute den Weg der Versöhnung, des Miteinanders und des Frieden gehen in einem Europa, das sich bei allen Problemen doch in einem Einigungsprozess befindet", so Schönborn wörtlich. Der Erste Weltkrieg habe die großen Tragödien des 20. Jahrhunderts eingeleitet, so der Kardinal. Die Folgen des "sinnlosen Blutvergießens", wie es Papst Benedikt XV. (1914-1922) genannt hatte, seien unermesslich. "Der Nationalsozialismus und der Sowjet-Kommunismus sind die beiden giftigen Pflanzen, die aus diesem sinnlosen Morden hervorgegangen sind."
Infos & Tickets zum Gedenkkonzert
Verleih uns Frieden gnädiglich
So. 11.11.2018, 19:00 Uhr
Grazer Dom
Karten erhältlich bei Domchorstudio, Dompfarramt, Zentralkartenbüro
Vorverkauf € 28, Abendkasse € 32
freie Platzwahl
Programm:
Arvo Pärt: Adam’s Lament
Rudolf Mauersberger: Wie liegt die Stadt so wüst
Felix Mendelssohn Bartholdy: Verleih uns Frieden – Choralkantate MWV A11, Symphonie Nr. 2 „Lobgesang” op. 52 MWV A18
Ausführende:
Domchor, Domorchester, Domkantorei, Jugendkantorei, Kinderchor am Dom
T. Miyus, Sopran
E. Shugai, Mezzosopran
J. Chum, Tenor
Leitung: Josef M. Doeller