Die Diözese Graz-Seckau, 1218 gegründet, umfasst 388 Pfarren. Diözesanbischof ist seit 2015 Wilhelm Krautwaschl. Mehr zur Diözese
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Das Corona-Virus hat die Welt zu einer Notbremsung gezwungen. Welche Rolle spielen Umwelt, Kirche und Wirtschaft in einer möglicherweise neuen Weltordnung? Darüber sprachen Bischof Wilhelm Krautwaschl, Soziologe Manfred Prisching, Pastoraltheologe Rainer Bucher und Studentin Angela Kogler in einer Diskussion der Katholischen Hochschulgemeinde Graz.
Krisen offenbaren das Wesen des Menschen – das ist ein Grundton der von der Journalistin Claudia Gigler (Kleine Zeitung) moderierten Diskussion. Man trifft nun auf eine viel präsentere Nächstenliebe und Rücksichtnahme ebenso wie auf den darwinistischen Zugang, wonach eben die Stärkeren überleben können, damit es weiter die bekannte Normalität geben kann. Aber „wer Normalität ohne Wenn und Aber fordert, hat das Problem nicht begriffen“, so der Soziologe Prisching.
Pastoraltheologe Bucher sieht die Welt auf der Kippe, ähnlich einer auf der Kante stehenden Münze, die auf die gute oder die schlechte Seite fallen könne. Letzteres sei im 20. Jahrhundert mit grausamen Auswirkungen passiert. Die Geschichte zeige aber auch, dass sich die Menschheit aus Abgründen wieder hervorarbeiten könne. Bischof Wilhelm Krautwaschl geht historisch noch weiter zurück: „Unser Botschaft lautet seit 2000 Jahren: Bekehrt euch. Das gilt es noch immer zu sagen, weil wir als Menschheit noch nicht fertig sind.“ Dass diese Situation gerade für junge Menschen schwierig sei, verneinte die Medizinstudentin Kogler: „Jeder Mensch hat schwierige Phasen, das betrifft nicht nur diese Generation.“ Vielmehr sehe man nun, was gut ist und was fehle. Sie hofft, dass wir aus der Krise lernen und Wertschätzendes beibehalten.
Ob sich die Welt nun insgesamt zum Guten wendet, ob die neoliberale Wirtschaft untergeht, ob Corona unser größtes Problem ist und welche Rolle Kirche und Gott spielen, erfahren Sie bei der Internet-Diskussion hier vor Ort.