Die Diözese Graz-Seckau, 1218 gegründet, umfasst 388 Pfarren. Diözesanbischof ist seit 2015 Wilhelm Krautwaschl. Mehr zur Diözese
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Seit über 100 Jahren wird der Internationale Frauentag begangen, um für Gleichberechtigung, faire Verteilung der Güter, Gewaltfreiheit, Frauenrechte als Menschenrechte, Gender-Gerechtigkeit und damit für eine gerechtere und friedliche Welt einzutreten.
Die Grazer Bibelwissenschaftlerin Irmtraud Fischer liest am kommenden Samstag, am Vorabend des Weltfrauentags, im Grazer Schauspielhaus im Rahmen einer "Gendervorlesung" programmatische Texte über die "Gleichbehandlung von Männern und Frauen und aller Geschlechter". Die Lesung findet ab 18.30 Uhr während der "Langen Nacht zum Internationalen Frauentag" im Grazer Schauspielhaus statt. Diese bietet u.a. auch eine "Diskurs - Performance" (20 Uhr) sowie ein Frauen-Clubbing (23 Uhr) an.
Fischer, die 1993 für die erste katholisch-theologische Frauenhabilitation in Österreich sorgte, stellt die "Genderlesung" auch in den Kontext aktueller politischer Entwicklungen, wie die Fakultät mitteilte. "Durch das heutige Europa geht ein Rechtsruck, der insbesondere die gesellschaftlichen Bemühungen um die Gleichbehandlung aller Geschlechter, wenn nicht gar rückgängig, so doch zumindest lächerlich zu machen versucht", so die Mitinitiatorin der ersten Grazer Genderlesung im Dezember des Vorjahres.
Am 6. März wird der "Weltgebetstag der Frauen" gefeiert. Der Weltgebetstag verbindet Frauen aus verschiedenen Kirchen, Kulturen und Traditionen in aller Welt. Jeden ersten Freitag im März feiern Menschen in mehr als 170 Ländern, rund um die Erde, 24 Stunden lang, einen Ökumenischen Weltgebetstag, dessen Liturgie jedes Jahr von Frauen aus einem anderen Land vorbereitet wird. Die Gebete, Texte und Lieder für den Weltgebetstag stammen heuer aus dem afrikanischen Simbabwe und stehen unter dem biblischen Motto "Steh auf und geh!".
Der Weltgebetstag der Frauen setzt Zeichen der Hoffnung, fördert Frieden und Verständigung und stellt sich gegen Ungerechtigkeit und Gewalt. Mit der Kollekte wird ein sichtbares Zeichen der Solidarität und des Teilens gesetzt durch die weltweite Förderung von Projekten für Frauen und Mädchen.
Ökumenische Gottesdienste dazu gibt es in der Steiermark unter anderem in Schladming (14 Uhr), Wundschuh (15 Uhr), Graz-Salvator (18:30 Uhr), Graz-Süd, Murau, Gröbming und Weißkirchen (jeweils 19 Uhr). Weitere Termine
Der Weltgebetstag der Frauen fällt heuer auch mit dem Familienfasttag zusammen, an dem die Katholische Frauenbewegung zu persönlichem Verzicht aufruft und darum bittet, als konkreten Akt des Teilens und der Solidarität finanzielle Mittel für Entwicklungsarbeit zur Verfügung zu stellen. Am 8. März, dem "Suppensonntag", wird in vielen steirischen Pfarren Suppe angeboten - essen Sie mit und helfen Sie mit Ihrer Spende! Mehr zur Aktion Familienfasttag
Der Internationale Frauentag entstand als Initiative sozialistischer Organisationen in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg im Kampf um die Gleichberechtigung, das Wahlrecht für Frauen sowie die Emanzipation von Arbeiterinnen und fand erstmals am 19. März 1911 statt. Seit 1921 wird er jährlich am 8. März gefeiert. Die Vereinten Nationen erkoren ihn 1975 als Tag der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden aus. Unter dem Motto "0803 statt 0815!" werden am Internationalen Frauentag in Graz zahlreiche Veranstaltungen rund um Feminismus und Frauengesundheit sowie spezielle Stadtführungen angeboten. Mehr Infos
Bereits ab 1887 gab es Gebetstage, die von den Frauenmissionswerken in den USA und Kanada ins Leben gerufen wurden. Das Spektrum der Konfessionen, die sich am Weltgebetstag beteiligten, wuchs stetig. 1970 schlossen sich auch die römisch-katholischen Frauenverbände an.
Die Aktion Familienfasttag wird seit 1958 von der Katholischen Frauenbewegung (kfb) alljährlich organisiert und österreichweit unter dem Motto "Teilen" durchgeführt.