Die Diözese Graz-Seckau, 1218 gegründet, umfasst 388 Pfarren. Diözesanbischof ist seit 2015 Wilhelm Krautwaschl. Mehr zur Diözese
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Die schon zur Tradition gewordene Auftaktveranstaltung für das neue Kalenderjahr nutzte die Katholische Männerbewegung heuer zu einer interessanten Begegnung mit dem Islam.
Den Vormittag leitete Martin Schmiedbauer ein, ehemaliger Direktor des Bildungshauses Schloss St. Martin. Gemeinderätin Sissy Potzinger, die in Vertretung von Bürgermeister Nagl gekommen war, verwies auf die angestrengten Bemühungen der Stadt, den politischen Islam einzudämmen. Als Ehrengäste waren die Vizepräsidentin der Katholischen Aktion, Elisabeth Kapper-Weidinger, und der ehemalige KA-Präsident Hofrat Josef Wilhelm anwesend.
Hauptreferent war der Vorsitzende selber, Ernest Theußl, der versuchte in den Spuren der heiligen Schrift der Muslime, dem Koran, die wichtigsten Linien dieser großen Weltreligion aufzuzeigen, und sie mit Texten der Bibel in Beziehung zu setzen.
Theußl sprach über das Offenbarungsverständnis Mohammeds, der sich zwar als Vollender der Offenbarung, aber am Ende einer langen Reihe von Propheten vor ihm, wie Abraham, Mose, David und Jesus verstand. Letzterer, im Koran als Messias Jesus angesprochen, war der Bringer des Evangeliums, und dessen Mutter Maria ist die einzige Frau, die im Koran mit Namen genannt wird. Mit einem Zitat aus dem II. Vatikanischen Konzil verband er seinen leidenschaftlichen Appell, sich intensiver mit dieser Religion zu befassen, um so auch die eigene besser zu verstehen.
Im zweiten Teil konnte der Leiter des Referats für interkulturelle und interreligiöse Angelegenheiten, Imam Fikret Fazlić, begrüßt werden, mit dem hitzig debattiert wurde.
Ernest Theußl schloss mit der Al Fatiha (1. Sure des Koran) und dem gemeinsamen Vaterunser als Mittagsgebet ab.