Die Diözese Graz-Seckau, 1218 gegründet, umfasst 388 Pfarren. Diözesanbischof ist seit 2015 Wilhelm Krautwaschl. Mehr zur Diözese
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Im Skyroom der Styria, hoch über den Dächern von Graz, stand bei der 50er-Feier des IFP alles am Programm, was Beratung und Hilfe ausmacht: Gewitterwolken, Blitz und Donner, Freude und Lachen bei den Kabaretteinlagen der Menopausen und viele spannende Gespräche und Worte. Etwa von Festredner Prof. Ralf Lutz – selbst Theologe und Psychologe mit Erfahrung in der kirchlichen Familienberatung in Tübingen. Oder von Weihbischof Johannes Freitag, der allen im IFP Engagierten dankte für ihren wichtigen Dienst an der Gesellschaft. „In Eurem Tun ist Gott gegenwärtig. Im IFP finden die Menschen Unterstützung mit ihren Beziehungen, Brüchen und ihrer Sehnsucht nach einem gelingenden Leben“, so Weihbischof Johannes, „hier gibt es Räume für Versöhnung mit anderen und mit sich selbst, um die Grundlagen unseres Zusammenlebens“.
Anna Hollwöger, Generalsekretärin der steirischen Katholischen Aktion, bei der das IFP angesiedelt ist, ergänzt: „Das IFP unterstützt Meschen in Krisen und Konfliktsituationen. Es gibt keine Lösungen für alles, aber Vorschläge, damit die Würde der Menschen gewahrt bleibt und ein selbstbestimmtes, ein gutes Leben möglich ist.“ Gleichzeitig sei das IFP ein Seismograph für die Kirche, denn was sich dort zeige, beeinflusse die Arbeit der Kirche generell. Den Wunsch für die kommende Zeit benannte schließlich Christiane Sprung-Zarfl, die Leiterin des IFP: „Wir möchten die Arbeit für die Menschen fortsetzen, damit sie Orientierung finden und Kraft für den Alltag. In einer Umgebung, die geprägt ist von Freiwilligkeit, Anonymität und Kostenfreiheit.“
Aus einem kleinen Pflänzchen wurde eine große und wichtige Institution in der Steiermark: „Wir wurden 1968 als Eheberatung im Familienreferat der Diözese Graz-Seckau gegründet, die erste Beratungsstelle befand sich ab 1972 in der Grazer Mesnergasse“, so Christiane Sprung-Zarfl, „1975 wurde die Institution schließlich von der österreichischen Bischofskonferenz anerkannt und ab diesem Jahr vom Familienministerium gefördert“. 1983 erfolgte die Umbenennung in „Institut für Familienberatung und Familientherapie“, 1991 – einhergehend mit der Angebotserweiterung – in das heutige „Institut für Familienberatung und Psychotherapie“.
Heute bietet das IFP an acht Standorten in der Steiermark eine Vielzahl an Hilfsleistungen: Familien-, Lebens-, Paar- oder Elternberatungen, Begleitung am Lebensende, Rechtsberatung rund um Familienthemen, Familienmediation, kassenfinanzierte Psychotherapie. „Fast alle Leistungen des IFP sind kostenlos“, erklärt die Leiterin. Was sind die brennenden Themen? Ehe- und Paarberatungen sowie Beratung bei Überforderung und Care-Arbeit seien sehr gefragt. Insgesamt decke das Beratungsangebot Herausforderungen in allen Lebensphasen und Übergängen ab. Mehr als 30 Beraterinnen und Berater sind beim IPF beschäftigt und helfen in mehr als 11.000 Beratungseinheiten jedes Jahr gut 5000 Personen. In der Psychotherapie werden jährlich zwischen 4000 und 5000 Stunden geleistet.
Das Institut für Familienberatung und Psychotherapie ist vor Ort zweimal in Graz, Bad Radkersburg, Gleisdorf, Hartberg, Kapfenberg, Leoben und Voitsberg vertreten.
Die Ehe- und Familienberaterinnen und -berater verfügen über eine fundierte psychosoziale Ausbildung, die berufsbegleitend sieben Semester in Anspruch nimmt.
Das IFP ist erreichbar unter www.beratung-ifp.at, per Mail an ifp@graz-seckau.at oder von Mo-Do unter Tel (0316) 825687. Die Beratungen sind freiwillig, anonym und kostenlos.