Die Diözese Graz-Seckau, 1218 gegründet, umfasst 388 Pfarren. Diözesanbischof ist seit 2015 Wilhelm Krautwaschl. Mehr zur Diözese
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Im Grazer Café Kaiserfeld wurde letzte Woche bei einer Pressekonferenz der aktuelle Stand der App „Stiller Begleiter“ präsentiert. Die App entstand in einer Kooperation zwischen der Diözese Graz-Seckau und dem Grazer Entwicklerteam GeoHero. Es handelt sich um eine Plattform, die punktgenaue Friedhofsnavigation mit digitaler Trauerarbeit und regionalen Dienstleistungen vereint.
Das Kernstück der App ist die punktgenaue Navigation zu Grabstellen mittels GPS-Daten. In der Diözese Graz-Seckau wurden bereits 150.000 Gräber digitalisiert und Daten von rund 520.000 Verstorbenen eingepflegt. Diese Datenbasis ermöglicht es Friedhofsbesucher:innen, einfach und punktgenau gesuchte Gräber zu finden und auch
aus der Ferne eine Verbindung zum Ort des Gedenkens zu halten.
Die App versteht sich als hybrider Raum, der den physischen Ort des Grabes um digitale Möglichkeiten erweitert. Angehörige können digitale Erinnerungen anlegen, um Lebensgeschichten und Biografien über Generationen hinweg zu bewahren. Ein zentrales Element ist die „Click to Call“-Funktion. Nutzer:innen können über die App direkt Kontakt zu qualifizierten Seelsorger:innen der Diözese Graz-Seckau aufnehmen.
„Trauer zu begleiten, gehört zur DNA der Kirche“, betonte Mag. Anton Tauschmann. „Stiller Begleiter“ bietet eine Übersicht über Angebote
für Trauernde in der gesamten Steiermark, wie Trauerspaziergänge, Trauercafés und Gedenkfeiern.
Ein wesentlicher Aspekt von „Stiller Begleiter“ ist die branchenübergreifende Einbindung regionaler Betriebe. Über die App können Dienstleistungen direkt für das gewünschte Grab beauftragt werden. Für bereits 60.000 Grabstellen können bei steirischen Floristen & Gärtnern Blumen oder Kerzen bestellt werden. Die Ausführung wird mittels GPS koordiniert und den Kund:innen durch ein Beweisfoto bestätigt.
Der Innungsmeister der Steinmetze, Josef Kaindlbauer, sieht im Projekt die Chance, ein „uraltes Gewerk“ in die digitale Zukunft zu führen. Kunden können via App etwa Nachbeschriftungen oder eine Standsicherheitsüberprüfung in Auftrag geben. Auch für Bestattungsunternehmen bietet die Plattform ein Werkzeug, um
Angehörige in der sensiblen Zeit der Trauer noch umfassender zu unterstützen und Orientierung zu schaffen.
Besonderes Augenmerk legten die Entwickler auf den Datenschutz. Die gesamte Infrastruktur von „Stiller Begleiter“ wird zu 100 % in Österreich (Graz und Wien) gehostet. Auf US-amerikanische Cloudanbieter oder Tracking-Dienste wird bewusst verzichtet, um die sensiblen Daten der Trauernden zu schützen.
Zahlreiche Friedhöfe sind bereits durch entsprechende Beschilderungen als „digitalisierte Friedhöfe“ erkennbar.