Die Diözese Graz-Seckau, 1218 gegründet, umfasst 388 Pfarren. Diözesanbischof ist seit 2015 Wilhelm Krautwaschl. Mehr zur Diözese
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Die Österreichische Bischofskonferenz hat eine Arbeitsgruppe zum Umgang der Katholischen Kirche in Österreich mit Künstlicher Intelligenz eingesetzt. Geleitet wird die interdisziplinär zusammengesetzte Gruppe vom Innsbrucker Bischof Hermann Glettler. Die Mitglieder kommen aus allen Diözesen sowie Ordensgemeinschaften. Ziel der Arbeitsgruppe ist es, auf Österreich-Ebene Synergien zu nutzen und juristische wie ethische Fragestellungen sowie praktische Anwendungsperspektiven für die Kirche zu bearbeiten. Koordiniert wird die 14-köpfige Arbeitsgruppe von Manuela Reicht aus der Diözese Graz Seckau. Andreas Pichlhöfer wird gemeinsam mit Reicht die Diözese in der Arbeitsgruppe vertreten.
Beim Auftakttreffen in Salzburg wurden Informationen aus den einzelnen Diözesen über den Einsatz verschiedener KI-Tools und bestehende Richtlinien für einen verantwortlichen Einsatz künstlicher Intelligenz ausgetauscht. Der Wiener Medienethiker Prof. Alexander Filipovic behandelte in seinem Impulsreferat u.a. Möglichkeiten der Implementierung künstlicher Intelligenz zwischen zentraler struktureller Steuerung und dezentralem Ausprobieren.
Beim ersten Treffen wurden Arbeitspakete definiert und verortet, u. a. Prüf- und Freigabeprozesse für neue Einsatzfelder, Zusammenschau diözesaner KI-Richtlinien, KI-Tools, KI in Bildung sowie KI in Seelsorge und Pastoral. Auf der Grundlage bisheriger Erfahrungen und Regelungen werden von der Arbeitsgruppe nun Handlungsempfehlungen und mögliche nächste Schritte für die Anwendung von KI erarbeitet. Die Ergebnisse sollen als Gesamtpaket bis zum Herbst der Bischofskonferenz vorgelegt werden.
Für Bischof Glettler geht es darum, dass die katholische Kirche in Österreich nicht nur rasch und unbürokratisch auf "Künstliche Intelligenz als umfassenden Beschleunigungsfaktor unseres Lebens" reagiert, sondern wie sie KI auch proaktiv einsetzen kann. KI wird nach Ansicht des Innsbrucker Bischofs zukünftig "nicht nur in der kirchlichen Verwaltung relevant sein, sondern auch in vielen pastoralen und seelsorglichen Fragestellungen."