Die Diözese Graz-Seckau, 1218 gegründet, umfasst 388 Pfarren. Diözesanbischof ist seit 2015 Wilhelm Krautwaschl. Mehr zur Diözese
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Sechs Priesterkandidaten wurden am ersten Adventwochenende in der Erzdiözese Salzburg und den Diözesen Graz-Seckau und Linz von den jeweiligen Diözesanbischöfen zu Diakonen geweiht. Im Auftrag der Bischöfe sind sie damit dem Dienst der Nächstenliebe verpflichtet und widmen sich gemäß alter Tradition den Armen. Was diese Aufgaben im Heute in einer säkularisierten Gesellschaft bedeuten, stellten Erzbischof Lackner sowie die Diözesanbischöfe Wilhelm Krautwaschl und Manfred Scheuer ins Zentrum ihrer Predigten.
Gerade auch in "Durststrecken" zeige Gott, "dass er sein Volk nicht verlasse", betonte Erzbischof Lackner bei der Diakonenweihe von vier Männern aus dem Salzburger Priesterseminar am 31. November 2025 im Salzburger Dom. Sie alle werden aller Voraussicht nach im kommenden Jahr zum Priester geweiht. "Wie gehen wir in den Stürmen unserer Zeit noch mit dem leisen flackernden Licht der Gegenwart Gottes um?", richtete sich Lackner an die Weihkandidaten Lorenz Goppert, Roland Münster, Josef Straub und Manuel Zehetner. Ihre Aufgabe sei es, "Zeugen und Hüter des Wortes Gottes" zu sein und dieses in ihrem Herzen zu tragen.
Auch Bischof Scheuer stellte das Licht als Symbol für Freude, Glück, Leben und Hoffnung, das von Jesus Christus ausgeht, ins Zentrum seiner Predigt. Am Samstag, 30. November, weihte er Mateusz Krzysztof Kadzioa im Linzer Mariendom zum Diakon. Diakone seien berufen, Licht für andere zu sein. Scheuer verwies in diesem Zusammenhang auf das "Quartett der Verwundbaren" aus dem biblischen Buch Deuteronomium: die Witwen, Waisen, Fremden, Immigranten und Armen. "Heute gehören zu diesen Verwundbaren etwa Alleinerzieherinnen, kinderreiche Familien, Flüchtlinge, Asylbewerber, Schubhäftlinge, Armutsgefährdete, Arbeitslose und Sündenböcke aller Art."
Sich in den Dienst der Menschen mit ihren Nöten, Freuden, Hoffnungen, Sorgen und Ängsten zu stellen, so wie es Jesus Christus auf Erden tat, gab Bischof Wilhelm dem neu zum Diakon geweihten Br. Adam Bergmann OFM als Leitbild am Sonntag in der Franziskanerkirche Graz vor. In seinem Dienst komme er immer mehr der Berufung als Franziskaner nach, anderen Menschen eine Stütze zu sein. Auch Bischof Wilhelm wies auf die Herausforderungen in der heutigen Zeit hin, in der Unfrieden in Familien, Gemeinschaften und der Welt herrsche und immer mehr Menschen ohne Gott lebten: "Lass dich nicht verschrecken im Dienen, auch wenn es da und dort in unserer Gesellschaft lächerlich gemacht werden sollte." Gute Menschen brauche es alle Tage - "und heute mehr denn je", betonte Bischof Wilhelm, "denn die Liebe, von der wir wissen, dass sie Gott ist, hat unsere Welt nötig."
Quelle: Kathpress, Red
Das Wort "Diakon" stammt aus dem Griechischen und bedeutet "Diener". Der Diakon steht als Helfer dem Bischof zur Seite. Nach Weisung spenden Diakone die Taufe, predigen, leiten Trauungen und Begräbnisse und unterstützen die Priester in der Messe. Die Diakonatsweihe steht am Beginn des dreiteiligen Weiheamtes. Die Weihestufe des Diakons bleibt tragend gültig, auch wenn später etwa die Weihe zum Priester oder zum Bischof folgt.
Die "Ständigen Diakone" sind wiederum verheiratete Männer, die diakonische Dienste versehen. Sie bleiben Diakone und werden nicht in weiterer Folge zu Priestern geweiht.