Die Diözese Graz-Seckau, 1218 gegründet, umfasst 388 Pfarren. Diözesanbischof ist seit 2015 Wilhelm Krautwaschl. Mehr zur Diözese
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"Es tut gut, diesen schweren Moment in der Gemeinschaft zu teilen und sich verbunden zu wissen mit dem ganzen Land", sagte der sichtlich betroffene Pfarrer Pater Bernhard Pesendorfer am Beginn der Feier, die vom ORF in TV und Radio zeitversetzt übertragen wurde. An dem Gottesdienst nahmen auch Angehörige und Freunde der Getöteten teil. Die betroffene Schule befindet sich im Pfarrgebiet der Vinzenzkirche. "Wir beten heute auch stellvertretend für die, die noch lange brauchen werden, Worte zu formulieren über das, was geschehen ist", sagte Pesendorfer.
Vor dem Altar brannten während des Gottesdienstes elf Kerzen für alle Toten des Amoklaufs. Pfarrer Pesendorfer stellte bei der Feier die der Bibel entnommenen Zeilen "Die Hoffnung ist unsterblich" ins Zentrum seiner Worte. Sehr persönlich wandte er sich unter anderem an die Familien der Getöteten. Auch das Lied "Von guten Mächten wunderbar geborgen" mit dem Text von Dietrich Bonhoeffer (1906-1945) wurde angestimmt. Von den Zeilen "Gott ist bei uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag" waren viele ergriffen.
"Lass ob allem was passiert, hier und in der Welt, die Barmherzigkeit in uns nicht erlöschen. Lass nicht zu, dass wir den Hass in unser Herz hineinlassen", betete Pesendorfer. Die Gläubigen rief er auf: "Bauen wir weiter an einer Welt, die das wahr macht, was wir glauben: Wir gehören als Menschheit zusammen und wir pflegen liebende Beziehung auf Augenhöhe - damit so etwas nicht mehr passiert." "Leben wir Barmherzigkeit, leben wir Mitgefühl, bauen wir gerade jetzt und zum Trotz von allem Krieg und aller Not am Frieden", bekräftigte der Pfarrer am Ende der Feier.
Pesendorfer dankte insbesondere allen Pädagoginnen und Pädagogen und den Mitarbeitern der Einsatzorganisationen, die die von der Tat betroffenen jungen Menschen und ihre Angehörigen betreuen. Eigens wandte er sich an die auch bei der Messe anwesenden Frauen und Männer aus Notfallseelsorge und Kriseninterventionsteams: "Ich wünsche uns, dass wir nicht vergessen, dass ihr für uns da seid."
Quelle: Kathpress, Bearbeitung: Katrin Leinfellner