Die Diözese Graz-Seckau, 1218 gegründet, umfasst 388 Pfarren. Diözesanbischof ist seit 2015 Wilhelm Krautwaschl. Mehr zur Diözese
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Der Zahl "40" kommt innerhalb der Bibel eine besondere Bedeutung zu: 40 Tage dauerte die Sintflut, ebenso lang zog sich Jesus in die Wüste zurück; 40 Jahre dauerte die Wanderung des Volkes Israel durch die Wüste und 40 Tage war Mose auf dem Berg Sinai. Auch innerhalb des österlichen Festkreises hat die Zahl "40" eine besondere Bedeutung. So beginnt mit dem Aschermittwoch die 40-tägige Fastenzeit, die - abzüglich der Sonntage - mit Ostern endet.
Christi Himmelfahrt wiederum folgt 40 Tage nach Ostern. An diesem Tag wird an die Aufnahme Christi in den Himmel erinnert. Biblisch geht es zurück auf die Apostelgeschichte und die dort berichtete Erfahrung der Jünger, dass Jesu Sterben am Kreuz nicht den endgültigen Tod bedeute.
Die Aufnahme Jesu in den Himmel will auch uns einen Blick über unseren irdischen Tod hinaus öffnen und zugleich die Hoffnung stärken, dass wir nach unserem Tod Aufnahme bei Gott finden und am neuen Leben und der Herrlichkeit Gottes teilhaben.
Das Apostolische Glaubensbekenntnis sagt über Jesus: „… am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel, er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters.“ Diese bildhafte Ausdrucksweise meint, dass der von den Menschen Verworfene und am Kreuz Geschändete von Gott mit höchster Ehre bedacht worden ist. Jesus lebt nun endgültig in der Herrlichkeit Gottes. Er ist gleichsam Gottes „rechte Hand“. Das ist der christliche Inhalt dieses Feiertages.
Die Himmelfahrt wird an mehreren Stellen im Neuen Testament erwähnt. Im Lukas-Evangelium steht: "Und es geschah, während er sie segnete, verließ er sie und wurde zum Himmel emporgehoben." (Lk 24,51) Erwähnungen der Himmelfahrt gibt es auch bei Markus (16,19) und in der Apostelgeschichte (1,9). Laut katholischem Katechismus beschreibt die Himmelfahrt den "endgültigen Eintritt der menschlichen Natur Jesu in die göttliche Herrlichkeit". Dies wird im biblischen Sprachgebrauch durch die Rede von der Wolke und vom Himmel ausgedrückt.
Im Brauchtum werden die drei Tage vor Christi Himmelfahrt als sogenannte "Bitttage" begangen. Ein ausgeprägtes Brauchtum kennt das Fest nicht, jedoch gibt es regional verschiedene Eigenarten wie etwa Prozessionen durch Felder oder Weinberge, bei denen für eine gute Ernte gebetet wird.
In einigen Kärntner Pfarren wird das "Engele Auftanzen" (auch "Engerle Aufziehen" oder "Heiland Aufziehen" genannt) zelebriert, bei dem es um eine Visualisierung der Himmelfahrt geht. Dazu wird - wie etwa in der Pfarre Zedlitzdorf - nach dem Evangelium eine hölzerne Christusstatue, begleitet von zwei Engeln mit brennenden Kerzen in den Händen, an einem dünnen Strick durch das "Heiliggeistloch" auf den Kirchenspeicher gezogen. In anderen Pfarren schweben Engel-Figuren während des Gottesdienstes herab und heben eine Christusfigur in die Höhe.
Quelle: Kathpress / Redaktion, Bearbeitung: Katrin Leinfellner
Christi Himmelfahrt wird seit 370 n. Chr. immer am Donnerstag nach dem fünften Sonntag nach Ostern gefeiert. Zuvor wurde das Fest zusammen mit Pfingsten gefeiert.
„AN-HIMMELN“
Haben Sie schon einmal jemanden „angehimmelt“? So richtig? Dass die Freude an einer anderen Person so groß war, dass etwas von dem spürbar wurde, was die christliche Tradition „Himmel“ nennt: Glück, Wonne, Seligkeit — und dabei (momentan gefühlt) kein Ende in Sicht?
Hormone ermöglichen in uns solche Glücksgefühle, sagt die Biochemie. Hormone sind bekanntlich „Botenstoffe“. Alles nur Chemie? Oder sind sie vielleicht darüberhinaus auch „Boten“ einer größeren Wirklichkeit? Ein Hinweis darauf, dass die Unendlichkeit unserer Sehnsucht, die wir hier auf Erden nie ganz ungebrochen stillen können, auf Erfüllung abzielt: Gottes „Himmel“?
Unser aller Zukunft? Gemeinsam mit allen, die wir lieben?
„Wenn ich über die Erde erhöht bin, werde ich ALLE zu mir ziehen“, sagt Jesus (nach Joh 12,32).
Werden wir durch IHN alles Schöne und Gute dort wiederfinden, aber diesmal unzerstörbar? Nur Wunschtraum? Oder mögliche Erfüllung? — In meinem Kalender steht jedenfalls: Christi Himmelfahrt.
Ich hoffe „mit Familiennachzug“. Wir sind doch seine Familie? „I want to be in that number, when the saints go marching in …“
Karl Veitschegger