Die Diözese Graz-Seckau, 1218 gegründet, umfasst 388 Pfarren. Diözesanbischof ist seit 2015 Wilhelm Krautwaschl. Mehr zur Diözese
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Nach 36 Jahren findet das "Weizer Pfingstereignis" heuer unter dem Motto "Neuer Morgen" zum letzten Mal statt. Im Zentrum stehen die Themenschwerpunkte KI, Klimakatastrophe und Epigenetik sowie die Frage, wie sie das Leben der Menschen verändern. Hauptorganisator Fery Berger wird Ende des Jahres als Pastoralreferent der Diözese Graz-Seckau in Pension gehen und die Veranstaltungsreihe nicht fortführen.
In einer persönlichen Stellungnahme versicherte Fery Berger, dass die offene Bewegung "Pfingstvision" sowie die Projekte und Initiativen, die aus ihr hervorgegangen sind, weitergeführt werden. "Die Vision eines Neuen Pfingsten ist aktueller und notwendiger denn je. Es ist die Vision, dass sich Menschen vom Geist Gottes inspirieren lassen und einander in ihren verschiedensten Sprachen verstehen", so Berger. Als Geschäftsführer der "Pfingstvision"-Initative "Way of Hope" wird Berger der spirituell-solidarischen Bewegung erhalten bleiben.
Den Auftakt zur Veranstaltungsreihe im Monat vor dem Pfingstfest bildet 2025 eine Pilgerwanderung am Papst-Franziskus-Pilgerweg mit Start in der Basilika Mariatrost am 10. Mai. Seinen Abschluss findet der Pilgerweg in der Basilika am Weizberg. Auf dem 24 Kilometer langen Weg können über das Smartphone Hörtexte und Videos über Papst Franziskus abgerufen werden, die von bekannten Autor:innen und Theolog:innen gestaltet wurden. Der Weg soll in einer Zeit globaler Krisen Motivation für persönliches Engagement sein, heißt es im Programmtext.
Der Frage "Wie Genetik unser Leben verändern wird" wird sich der bekannte Autor, Mediziner und Theologe Johannes Huber in einem Online-Vortrag am 12. Mai um 18 Uhr widmen, der über die Webseite von "Pfingstvision" live verfolgt werden kann. Im Kunsthaus Weiz beschäftigen sich am 14. Mai um 19 Uhr Johann Steinecker und Sophie Steger von der Technischen Universität Graz mit der Frage "Wie KI unsere Welt verändern wird". Am 2. Juni um 19 Uhr wird dort der Technische Physiker und Autor Gernot Mauthner die Frage "Wie die Klimakrise unser Land verändern wird" behandeln. Auch diese Vorträge können via Streaming live mitverfolgt werden.
Weiters stehen unter anderem ein Pilgergottesdienst (18. Mai) mit Johannes Rauchenberger, dem Leiter des Kulturzentrums bei den Minoriten, ein Pfingstkonzert mit dem Organisten Johannes Ebenbauer und der Sängerin Susanne Ebenbauer (21. Mai) sowie eine Lesung mit der Autorin Andrea Sailer (23. Mai) am Programm. Den Abschluss der Veranstaltungsreihe bildet ein Pfingstgottesdienst am 8. Juni um 10.30 Uhr mit dem Wiener Pastoraltheologen Paul M. Zulehner in der Basilika am Weizberg, der seit 1993 jedes Jahr zu Pfingsten nach Weiz reist.
Die "Weizer Pfingstvision" entstand aus einer Gebetserfahrung von zwölf jungen Weizern im Jahr 1988. Bekannt wurde sie vor allem durch jährliche Pfingsttreffen; das erste fand 1989 statt. Dabei werden spirituelle mit gesellschaftspolitischen, aber auch kulturellen Impulsen verknüpft - erst recht, seit 2001 aus dem Pfingsttreffen das "Weizer Pfingstereignis" mit mehreren Veranstaltungen wurde. Heuer findet das Pfingstereignis in einer Zeit statt, "in der ein selbsternannter Heiland Chaos in die Welt bringt, ein skrupelloser Despot täglich Zivilisten töten lässt und das Klima in unserer Gesellschaft kalt und immer kälter wird", hieß es in einer Aussendung.