Die Diözese Graz-Seckau, 1218 gegründet, umfasst 388 Pfarren. Diözesanbischof ist seit 2015 Wilhelm Krautwaschl. Mehr zur Diözese
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In Österreich sind mehr als 1.000 Seelsorgerinnen und Seelsorger in Spitälern im Einsatz, um Kranken und ihren Angehörigen in schweren Stunden beizustehen. Insgesamt leisten diese einen Einsatz von nahezu 450.000 Stunden pro Jahr. Diese Zahlen hat die Arbeitsgemeinschaft der Krankenhausseelsorgerinnen und -seelsorger Österreichs aus Anlass des "Welttages der Kranken" am 11. Februar bekanntgegeben.
366 Seelsorgerinnen und Seelsorger - inklusive Priester und Diakone - sind in österreichischen Spitälern und Rehazentren im Einsatz. Dazu kommen noch unzählige punktuelle Besuche durch Priester und Diakone aus den Pfarren. Zudem engagieren sich 663 weitere Menschen ehrenamtlich in der Krankenhausseelsorge. In der Steiermark sind 50 hauptamtliche und ca. 60 ehrenamtliche Krankenhausseelsorgerinnen und -seelsorger im Einsatz.
Die 366 hauptamtlich tätigen Seelsorgerinnen und Seelsorger kommen laut Erhebung auf eine Summe von rund 380.000 Einsatz-Stunden pro Jahr. Die 663 Ehrenamtlichen leisten weitere rund 70.000 Stunden pro Jahr. Hier sind die meisten in Wien und in Niederösterreich unterwegs. "Ein christliches Leben zu führen bedeutet, jenen Menschen, die leiden und eine Herausforderung zu bewältigen haben, beizustehen", beschreibt die Arbeitsgemeinschaft der Krankenhausseelsorgerinnen und -seelsorger ihren Auftrag und ihr Selbstverständnis.
Durch ein bewusstes Zuhören und empathisches Sich-Einlassen trage Krankenhausseelsorge zu einem umfassenden Heilungsprozess bei und stärke Betroffene: "Auch wenn Menschen körperlich nicht mehr gesund werden können, kann bei ihnen im spirituellen Sinn vieles heil werden. Seelsorge bietet Unterstützung für eine haltgebende und gelingende Lebensgestaltung." Wichtig sei die unmittelbare Begleitung in Krankheits- und Krisensituationen ebenso wie das gemeinsame Feiern von Ritualen, Festen und Sakramenten sowie die Sterbe- oder Trauerbegleitung.
Maximilian Tödtling ist in der Steiermark Koordinator der Krankenhausseelsorge. "Unsere Arbeit hat sich gewandelt", sagt er im Interview mit der Sonntagsblatt, "früher hat man von der Kranken-Seelsorge gesprochen. Die Kranken waren im Zentrum – das ist immer noch so. Aber das Feld hat sich geweitet." Das ganze Krankenhaus werde inzwischen in den Blick genommen: Die Patientinnen und Patienten, ihre Angehörigen und alle, die dort arbeiten; von der Putzfrau, über die Pflegekräfte bis zur Frau Primaria oder dem ärztlichen Direktor, so Tödtling. Wer in der Steiermark ehrenamtlich in der Krankenhausseelsorge tätig werden möchte, kann ab Herbst an einem ökumenischen Lehrgang teilnehmen (mehr Infos in der gelben Spalte rechts).
Auch Papst Franziskus hat in seiner heurigen Botschaft zum "Welttag der Kranken" (11. Februar) die Dankbarkeit gegenüber allen, die sich um kranke Menschen kümmern, bekräftigt: Ärzte und Ärztinnen, Krankenschwestern und -pfleger seien "Engel der Hoffnung", schrieb der Papst in seiner 3. Februar veröffentlichten Botschaft. Wo Menschen litten, lernten sie und andere zugleich zu hoffen, so Franziskus weiter. So entstünden "Orte des Teilens, der gegenseitigen Bereicherung". Es sei wichtig, die Bedeutung dieser "gnadenhaften Begegnungen" erfassen zu können, etwa das freundliche Lächeln des medizinischen Personals oder den dankbaren und vertrauensvollen Blick eines Patienten im Herzen zu bewahren.
Quelle: Kathpress, Bearbeitung: Katrin Leinfellner
Der katholische Welttag der Kranken soll für mehr Aufmerksamkeit für kranke Menschen sowie das Gesundheitspersonal sorgen. In diesem Jahr steht der Aktionstag unter dem Thema "Hoffnung", Motto des Heiligen Jahres 2025.
Botschaft von Papst Franziskus zum Welttag der Kranken im Wortlaut
Wer Freude an der Begegnung mit Menschen und keine Angst vor Lebensfragen oder schwierigen Themen hat, kann ab Herbst 2025 am nächsten ökumenischen Lehrgang für ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Krankenhausseelsorge teilnehmen. Interessierte können sich bei Maximilian Tödtling vom Referat für Krankenhausseelsorge melden maximilian.toedtling@graz-seckau.at.