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© Gerd Neuhold , Sonntagsblatt

Benediktinerstift St. Lambrecht - Gerd Neuhold , Sonntagsblatt

Orden und Kongregationen in der Steiermark

Ordensleute tragen in Seelsorge, sozialen Diensten, Bildung und Kultur sowie in Gebet und Mission einen großen Teil zur Gesellschaft bei.

Sie sind wie stille Quellen, an denen sich unsere Gesellschaft sichtbar und unsichtbar stärkt: in der Seelsorge, in sozialen Diensten, in Schule und Bildung, in Gebet und Kontemplation sowie weltweit in der Mission.

In der Diözese Graz-Seckau leben zur Zeit 133 Ordenspriester, 54 Ordensbrüder und 490 Ordensfrauen.

Wir gehören Gott

Durch ihr Ordenskleid machen die Ordensleute sichtbar: Wir gehören Gott. Wichtig ist aber auch die gelebte Gemeinschaft im Kloster, im Gebet ebenso wie im Dienst, den jeder für die Gemeinschaft leistet. Ordensleute sind entsprechend ihrer Fähigkeiten in den Küchen und Klostergärten ebenso zu finden wie im Management, in Schulen oder Krankenhäusern und im Kulturbereich als Erhalter von Museen, als Veranstalter von Konzertreihen und Ausstellungen, und nicht zuletzt im Einsatz für die von der Gesellschaft benachteiligten, ob hierzulande oder im weltweiten Missionseinsatz.

Armut, Keuschheit und Gehorsam

Alle Ordensleute legen bei ihrem Eintritt in einen Orden das Gelübde (Profess) zu Armut, Keuschheit und Gehorsam ab, in manchen Orden gibt es noch zusätzliche Gelübe, wie zum Beispiel die stabilitas loci (Ortsgebundenheit) bei den bendiktinischen Orden.

Jeder Orden gestaltet sein Leben nach einer eigenen Regel, die zum Beispiel den Tagesrhythmus der Ordensleute bestimmt.

Dienst im oder außerhalb des Klosters

Je nach Ausrichtung des Ordens verbringen Brüder und Schwestern entweder die meiste Zeit im Kloster (Kloster von lat. claustrum, das Verschlossene), wo stellvertretend für alle Menschen Anliegen vor Gott getragen werden, oder sie widmen sich Berufen und Aufgaben außerhalb der Klostermauern.

Diözesane Superiorenkonferenz:

Vorsitzender: Prälat Mag. Benedikt Plank OSB., Abt von St. Lambrecht

Diözesane Regionalkonferenz:

Vorsitzende: Sr. Mag. Sonja Dolesch, FIC.



Ordensgelübde

Armut verpflichtet zum Teilen und Schenken, weil alle Menschen ein Recht auf Leben haben.

Gehorsam meint ein Hören in sich hinein und darauf, was Gottes Wille ist. Das bedeutet Verantwortung, nicht Unterwerfung.

Keuschheit betrifft den ganzen Menschen: die Kräfte des Herzens, des Verstandes und des Willens. Keuschheit ist das Gespür für das Richtige. Sie bedeutet Klarheit, Durchlässigkeit für Gott und Lauterkeit in den Absichten.