Die Diözese Graz-Seckau, 1218 gegründet, umfasst 388 Pfarren. Diözesanbischof ist seit 2015 Wilhelm Krautwaschl. Mehr zur Diözese
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Vor zahlreich gekommenen Journalisten wurde am Montagvormittag seitens der Diözese Bilanz zur laufenden "Aktion Glaube" gezogen. Neben Diözesanbischof Egon Kapellari stellten sich Pastoralamtsleiter Johannes Freitag, Aktion Glaube-"Mastermind" Georg Plank, Aktionskoordinator Johannes Huber und Andrea Kager-Schwar, Generalsekretärin des "Diözesanen Weges 2012 - 2018" den Fragen der Anwesenden. Zusätzlich waren noch einige Vertreter von Pfarren und Einrichtungen gekommen, um von ihren Erfahrungen mit der Aktion zu berichten.
Diözesanbischof Egon Kapellari berichtete von der großen Akzeptanz der Aktion in der österreichischen Bischofskonferenz im "Jahr des Glaubens" und unterstricht die Bedeutung der Aktion als "Zeichen, das über kirchliche Kreise hinaus wirkt". Froh zeigte er sich auch über die Bereitschaft der Medien, "auch auf positives hinzuweisen".
Pastoralamtsleiter Mag. Johannes Freitag freute sich vor allem über die Möglichkeiten Gott, den Glauben und die Kirche (wieder) zu entdecken, die die "Aktion Glaube" bot. Viel sei über die Aktion geredet worden, doch der Erfolg der Aktion lag im gegenseitigen Austausch, so über den Glauben ins Gespräch zu kommen.
Mag. Andrea Kager-Schwar, Generalsekretärin des Diözesanen Wegs 2012-2018, bedankte sich bei allen Beteiligten, die mitgeholfen haben, diese Aktion mitzutragen. In der Steirmark waren es über 280 Pfarren, Schulen, Jugendgruppen, uvm., die diese Aktion ins Rollen gebracht haben. "Die ursprüngliche Erwartung von 100 teilnehmender Organisationen wurde damit bei weitem übertroffen", so Kager-Schwar. Dieser Beitrag zum Diözesanen Weg mache deutlich, dass der Diözesane Weg sehr breit mitgetragen wird, der auf das 800 jährige Diözesanjubiläum 2018 zugeht.
Vertreter verschiedener Pfarren und kirchlicher Einrichtungen berichteten über ihren speziellen Umgang mit der Aktion: Im Kindergarten Graz-Graben wurde bespielsweise der Konnex zwischen verhüllten Heiligen und dem eigenen Namenspatron geschaffen, im Pfarrverband Leoben-West viele kreative Ideen zur Nachnutzung präsentiert, die Möglichkeit der aktiven Beteiligung stieß vor allem auch bei Firmgruppen in der ganzen Steiermark auf regen Zuspruch.
Im Pressegespräch waren natürlich auch die Bischofsnachfolge und die Causa Tropper ein Thema. Zur anstehenden Nachfolge betonte Bischof Egon Kapellari, dass er den Wechsel in den nächsten Monaten erwarte, einstweilen die Diözese aber keineswegs "provisorisch", sondern mit vollster Kraft leite. Zu seinem Leben nach der Emeritierung meinte Kapellari: "Ich hoffe, dass der Mönch in mir stärker hervortritt".
Angesprochen auf die Äußerungen des Pfarrers von St. Veit am Vogau, Karl Tropper, bestätigte Kapellari den Ersatz des Pfarrers durch Generalvikar Heinrich Schnuderl in der Karwoche. "In einer nicht akzeptablen Weise verhetzend" habe Tropper die Themen Islam und Homosexualität behandelt. Derzeit ist die Pensionierung des Pfarrers mit Ende August geplant, bei weiterer "Betätigung" auf diese Art und Weise sei der Ausgang noch offen. "So geht es nicht, und das muss auch gesagt werden", so der Diözesanbischof. Nichts desto trotz sei die die Gemeinde in St. Veit am Vogau sehr aktiv und froh, wenn es keinen "Krieg" gebe.
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