Die Diözese Graz-Seckau, 1218 gegründet, umfasst 388 Pfarren. Diözesanbischof ist seit 2015 Wilhelm Krautwaschl. Mehr zur Diözese
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Am 24. Jänner erklärte der 57. Diözesanbischof der Diözese Graz-Seckau seinen Rücktritt in einem Hirtenbrief. Mit der Veröffentlichung der Entpflichtung vom Dienst am 28. 1. durch die „Sala Stampa“ trat der im achtzigsten Lebensjahr stehende Bischof in den Ruhestand. „Ich werde in der Diözese bleiben und helfen, wo ich noch kann und gebraucht werde“, gab Kapellari im Hirtenbrief bekannt.
Diözesanadministrator Heinrich Schnuderl, Dompropst Gottfried Lafer, der geschäftsführende Vorsitzende des Priesterrats, Pfarrer Hermann Glettler, und der geschäftsführende Vorsitzende des Diözesanrates, Friedrich Polzhofer, laden zu einem festlichen Dankgottesdienst für das Wirken Kapellaris am Sonntag, 15. März um 15 Uhr in den Grazer Dom ein.
„Ich war und bin ihm dankbar für seine Ausgewogenheit, seine spirituelle Tiefe und seine große Klugheit und Erfahrung. Oft hat er mir, wenn ich überstürzt eine Entscheidung treffen wollte, mit seinem ruhigen Urteil sehr geholfen. Gerade in der Bischofskonferenz war mir Bischof Egon in vielen heiklen Situationen besonders kostbar – und Mangel an solchen Situationen hatten wir ja nicht.“
Kardinal Christoph Schönborn
„Bischof Egon Kapellari dabei zuzuhören, wie er den Glauben verkündigt, Dinge betrachtet, mit Attributen versieht oder einfach Ereignisse zu interpretieren und zu erzählen versteht, gehört für mich zu den ganz großen Erlebnissen in meiner Zeit als Weihbischof an seiner Seite. Dazu kommt ein feiner, niemals verletzender Humor. An der bischöflichen Mensa wurde oft und herzlich gelacht. Solches habe ich anderswo in dieser Intensität nie erlebt.“
Erzbischof Franz Lackner
„Er hat immer wieder Bedrückte im Gespräch aufgerichtet und oft zu neuen Wegen Mut gemacht. Auch Menschen in materieller Not konnten auf seine diskrete Hilfe zählen. In unzähligen Predigten und Ansprachen hat er unseren Glauben zur Sprache gebracht und in einer ganzen Reihe von Büchern wegweisende Antworten zu Gegenwartsfragen vorgelegt. Für die Kirche in unserem Land hat er prägende Entscheidungen gefällt – man denke an die Neuausrichtung des Augustinums – und unverwechselbare Akzente (z. B. in der Begegnung von Kirche mit Kunst und Künstlern) gesetzt.“
Diözesanadministrator Heinrich Schnuderl
„Ihre Handschlagqualität wird mir ebenso Vorbild bleiben wie Ihre Gabe, theologische Präzision mit einem weiten, weltoffenen Horizont zu verbinden. Auch Ihre Kunstsinnigkeit, Ihr verschmitztes Lächeln, Ihr hintergründiger Humor sowie das eine oder andere anekdotische Moment in unseren Begegnungen werden in meiner Erinnerung fest verankert bleiben.“
Hermann Miklas, Superintendent
„Ich danke Bischof Egon Kapellari für sein großes Herz und tiefes Verständnis für die Anliegen der Caritas. Bischof Kapellari hat die Diözese mit einem klaren Blick für den notwendigen Zusammenhalt einer Diözese und für künftige Herausforderungen geführt.“
Franz Küberl, Caritas-Direktor