Die Diözese Graz-Seckau, 1218 gegründet, umfasst 388 Pfarren. Diözesanbischof ist seit 2015 Wilhelm Krautwaschl. Mehr zur Diözese
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Eine der wichtigsten personellen Entscheidungen eines Diözesanbischofs ist die Berufung eines Generalvikars. Er ist das "andere Ich" (lat. "alter ego") des Diözesanbischofs und daher mit diesem "Ordinarius", was bedeutet, dass er mit stellvertretenden ordentlichen Vollmachten ausgestattet ist. Bischof Wilhelm Krautwaschl wird mit 1. September 2015 Erich Linhardt zum Generalvikar der Diözese Graz-Seckau bestellen. Dieses Amt wird bis zum 31. August vom bisherigen Diözesanadministrator, Dr. Heinrich Schnuderl, wahrgenommen werden. Er wird mit 1. September 2015 zum Bischofsvikar für Gesellschaft, Kultur, Medien und Wissenschaft ernannt.
Der Generalvikar unterstützt den Diözesanbischof in der Leitung der Diözese und steht ihm dabei zur Seite. Dem Generalvikar stehen ausführende Vollmachten zu, er ist hauptsächlich für die Verwaltung der Diözese zuständig. Er leitet die Verwaltungsbehörde der Diözese, das Bischöfliche Ordinariat.
„Ich freue mich über das Vertrauen, das mir unser neuer Bischof mit der Ernennung schenkt und freue mich auch – bei allem Respekt vor diesem Amt – auf den neuen Dienst an den Menschen unserer Diözese“, sagt der neue Generalvikar zu seiner Bestellung. „Ich hoffe, dass ich Bischof Wilhelm eine Stütze sein kann und wir gemeinsam mit den Mitarbeitenden vielen Christus nahe bringen können, das ist nämlich unsere erste und ‚vornehmste‘ Aufgabe. Ihnen zu helfen, Christus als den zu erfahren, der er ist: Der menschenfreundliche Gott, dem unendlich viel an uns liegt und der das Heil für alle will, das bereits hier in dieser Welt, in diesem Leben beginnt.“, so Linhardt weiter.
Der designierte Bischof äußert sich folgendermaßen zu seiner Entscheidung: „Mit Erich Linhardt verbindet mich vieles seit unserer gemeinsamen Zeit im Seminar. Er war der, der uns Seminaristen immer pünktlichst, man konnte die Uhr nach ihm stellen, auf die verschiedenen Veranstaltungen und Gottesdienste aufmerksam gemacht hat, weil er die Seminarglocke betreute. Wir beide wurden 1990 gemeinsam zu Priestern geweiht. K kam vor L, also standen wir am 1. Juli in diesem Jahr auch nebeneinander vor unserem damaligen Bischof Johann Weber. In den Jahren in der Seelsorge sind wir uns immer wieder begegnet, vor allem in den Dechantenkonferenzen. In ihm wird einem erfahrenen Seelsorger dieser wichtige Dienst für das Leben von Kirche vor Ort und die Verantwortung über das Personal anvertraut. Mit seiner ruhigen Art und seinem ausgeprägten Sinn für das, was Not lindert, bringt er weitere wichtige Voraussetzungen mit, um der katholischen Kirche Steiermark ein Gesicht zu geben, das den Weg deutlich machen kann, den uns Papst Franziskus vorausgeht. Ich bin sehr froh, dass er den Dienst als Generalvikar übernimmt.“
Die Nachfolge im Pfarrverband Voitsberg wird ehebaldigst geklärt werden. Die Gespräche dazu sind im Laufen.
Ein Bischofsvikar wird für einzelne besondere Agenden als Stellvertreter des Bischofs ernannt und ist in diesen dem Generalvikar administrativ gleichgestellt. Der Bischof kann in seiner Diözese einen oder mehrere Bischofsvikare für unterschiedliche Tätigkeitsbereiche ernennen, wann immer er dies aufgrund der seelsorglichen Situation für notwendig erachtet. Heinrich Schnuderl meinte in einer ersten Reaktion, dass er gerne seine Tätigkeit als Generalvikar und Diözesanadministrator ausgeübt hat und gern auch sein künftiges Aufgabengebiet wahrnehme.
Mit diesen Personalentscheidungen soll deutlich werden, dass die katholische Kirche in der Steiermark sich verstärkt im Dialog mit der Gesellschaft engagieren und zugleich ihre innere Struktur den heutigen Anforderungen entsprechend ausgestalten will. Der neue Bischof Wilhelm Krautwaschl begründet dies folgendermaßen: „Mit der Bestellung des Diözesanadministrators Schnuderl zum Bischofsvikar für ‚Gesellschaft, Kultur, Medien und Wissenschaft‘ soll ein deutliches Zeichen für die Sendung der Kirche hinein in unsere Welt gesetzt werden. In Heinrich Schnuderl, den ich als überaus fleißigen und äußerst kompetenten Priester die Jahre herauf in verschiedensten Aufgabengebieten kennen- und schätzen lernen durfte, wird somit deutlich, dass sich das Engagement von Kirche in der Welt von heute bis ‚an die Peripherien‘ (Papst Franziskus) zu erstrecken hat. Mit Heinrich Schnuderl ist ein sehr kompetenter Dialogpartner für all diese Fragen, die auch in den Stationen seines priesterlichen Lebens schon sichtbar waren, gefunden worden."