Die Diözese Graz-Seckau, 1218 gegründet, umfasst 388 Pfarren. Diözesanbischof ist seit 2015 Wilhelm Krautwaschl. Mehr zur Diözese
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Der Grazer Neutestamentler legt hier sein drittes Jesusbuch vor, das wertvolle Denkimpulse für die Weiterentwicklung des christlichen Glaubens enthält. Er geht davon aus, dass Jesus von Nazareth den jüdischen Opferkult am Tempel zu Jerusalem bekämpfte und dass er durch diesen Kampf zu Tode kam. Er lehrte in der Tradition, dass ein reines Herz und ein soziales Gewissen wichtiger seien als alle Opfer vor einem zürnenden Gott. Damit korrigierte er das Gottesbild, Jahwe ist für ihn ein liebender Vater, aber kein Herr des Krieges (shevaoth). Die christlichen Kirchen haben den Opferkult wieder eingerichtet mit ihrer Lehre vom Kreuzesopfer Jesu. Doch heute werden von den meisten Christen der westlichen Kultur dieses Kreuzesopfer für einen zürnenden Gott nicht mehr akzeptiert. Denn damit verbunden sei ein “toxisches” Gottesbild, wie viele Psychologen (S. Freud, C.G. Jung) gezeigt hätten. Daher sei es heute dringlich, wieder zum Gottesbild Jesu zurückzukehren. Dieses Bild befreie uns von einer Schuldkultur und befreie uns zu einem sozial sensiblen Leben. Das Ziel des Buches ist es, dieses humane Gottesbild Jesu wieder stärker in das Blickfeld der Christen zu rücken. Die meisten liberalen Christen folgen längst diesem Gottesbild, doch Konservative und Fundamentalisten wehren sich mit Händen und Füßen gegen diese kulturellen Lernprozesse. Ein dringliches und wichtiges Buch zur Übersetzung des christlichen Glaubens in moderne Lebenswelten.
ZIELGRUPPE: Seelsorger, Religionslehrer, Familien, Erzieher, interessierte Laienchristen.
Prof. Anton Grabner-Haider