Die Diözese Graz-Seckau, 1218 gegründet, umfasst 388 Pfarren. Diözesanbischof ist seit 2015 Wilhelm Krautwaschl. Mehr zur Diözese
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Ich möchte auf 2 "Besonderheiten" aufmerksam machen in den eben gehörten Bibelstellen, die mir bei der Vorbereitung wichtig geworden sind. Damit ist keineswegs alles dieser Stellen geklärt und erst recht nicht erklärt, aber das Wort Gottes ist eben so reichhaltig, dass ich dieses Mal im Blick auf unser Feiern hier diese beiden Aspekte besonders betone.
Wahrscheinlich - und damit bin ich beim Bedenkenswerten der Lesung aus dem Buch Daniel - hat jede/r von uns das als Kind schon mal sich entsprechend vorgestellt wie es dem Daniel in der Löwengrube gegangen sein mag. Den Gedanken, den ich heute und hier teilen möchte: "Lebe ich dieses unbändige Vertrauen auf Gottes Nähe" - in den Herausforderungen, denen ich mich gegenüber weiß? Hier im Heim, wenn nicht mehr alles so geht, wie es früher mal war, in jüngerem Alter und so? Und: habe ich wirklich bis ins Letzte das Vertrauen, dass ich letztlich mit allem, was mich ausmacht, in Gott geborgen bin, weil ich um Jesus weiß? - Gerade auch angesichts all dessen, was so in der Welt und in der Kirche vorgeht erlebe ich mich immer wieder vor diese entscheidende Lebens-Frage gestellt: Vertraue ich wirklich darauf, dass Gott mir das Leben schenkt?
Im heutigen Evangelium - mein zweiter kurzer Gedanke - schließlich ist unser inneres Auge beim Wahrnehmen der Botschaft oft auf die endzeitlich anmutenden Schilderungen ausgerichtet - und in der Kirchengeschichte wurden diese Bilder ja auch immer wieder dazu benutzt, anderen Angst einzujagen und Macht auszuüben: "Wenn du nicht spurst, dann …: denn das Ende wird bald kommen." Ich möchte von diesen Vorstellungen weglenken zum letzten Satz, mit dem uns Jesus angesichts dessen, was alles drunter und drüber geht, bittet: "Wenn dies beginnt, dann richtet euch auf und erhebt eure Häupter; denn eure Erlösung ist nahe." Ja: Es geht darum, aufrechte Menschen zu sein, nicht einzuknicken und damit auch zu lamentieren, sondern die Erlösung an- und ernstzunehmen. Ich weiß: für uns als "gelernte Österreicher" ist dies mitunter schwer, nicht zu lamentieren, jammern wir doch gern - und das angesichts des Rests der Welt oft auf sehr hohem Niveau. Ja: Schauen wir nach vor - woanders hin geht es ohnedies nicht einfach, da ja unsere Augen vorne angebracht sind - und leben wir mitten drin in alledem, was uns begegnet, als Pilgerinnen und Pilger der Hoffnung, die vielen im Heute eher entschwindet. Sie hier im Annaheim sind hier wichtige Vorbilder für mich und viele in der Welt. Und dafür ein großes "Vergelt's Gott!"