Die Diözese Graz-Seckau, 1218 gegründet, umfasst 388 Pfarren. Diözesanbischof ist seit 2015 Wilhelm Krautwaschl. Mehr zur Diözese
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Viel vom Grauen in der Ukraine zeigt sich erst und wird sich noch zeigen. So bringt Bischof Dmytro Hryhorak erschütternde Nachrichten aus der Ukraine. „12 Mio Ukrainerinnen und Ukrainer sind auf der Flucht. Wir wissen, dass in allein im Großraum Mariupol 100.000 Zivilisten getötet und viele weitere verletzt wurden“, sagt der Bischof aus Buchach in der Südwestukraine. Die große Hafenstadt wurde von den russischen Invasoren 2022 dem Erdboden gleichgemacht. Im Westen des Landes sei man besser dran, so der Bischof. Dennoch lebe man in ständiger Angst – und in der Hoffnung, dass alles zu einem Ende kommt. „Uns bleibt keine andere Wahl“, sagt Bischof Dmytro, „also werden wir weiter unsere Heimat verteidigen und den Menschen beistehen“. Vor allem leiste man geistige Rehabilitation in einem traumatisierten Land.
Wenn man ihn nach der Zuversicht und einem baldigen Ende des nun vier Jahre dauernden Krieges fragt, zuckt Bischof Dmytro fragend die Schultern. Aber es werde „gut“ weitergehen, ist der Bischof überzeugt. Heuer sei der schwierigste Winter seit Kriegsbeginn gewesen, kaum Strom, tiefe Temperaturen. In seinem Umfeld sei man noch etwas besser dran, es gebe viele Notstromaggregate, die Häuser seinen kleiner und leichter zu versorgen. Das größte Problem sei die Abwanderung. „Der Krieg hat Familien zerstört, die Scheidungsrate ist sehr hoch. In manchen Pfarren ist die Bevölkerung um 30% gesunken“, so Bischof Dmytro. Dankbar sei man für die Unterstützung aus dem Westen, für die Anteilnahme, die Gebete, für Spenden; auch aus der Diözese Graz-Seckau.
Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl, der seit seinem Besuch in der Westukraine im Jahr 2016 dem Land und den Menschen zugetan ist, sichert weitere Unterstützung zu. „Leider ist die Bereitschaft zu spenden in Österreich gesunken. Der Krieg wird als lästig empfunden. Angesichts mehrerer Krisen zieht man sich zurück auf das Eigene. Dabei vergessen wir, was die Menschen in der Ukraine mitmachen. Obwohl Lemberg näher bei Wien ist als Bregenz“, sagt Bischof Wilhelm. Die Katholische Kirche Steiermark unterstützt die Menschen in der Ukraine über das Welthaus, die Caritas und die VinziWerke.