Die Diözese Graz-Seckau, 1218 gegründet, umfasst 388 Pfarren. Diözesanbischof ist seit 2015 Wilhelm Krautwaschl. Mehr zur Diözese
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Am 1. Jänner brach Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl zu einem mehrtägigen Solidaritätsbesuch ins Heilige Land auf. Zum Auftakt feierte er am Abend des Neujahrstages im Österreichischen Pilger-Hospiz in Jerusalem den Gottesdienst zum kirchlichen Weltfriedenstag (1. Jänner). Bis 5. Jänner waren Begegnungen mit dem Jerusalemer Patriarchen Kardinal Pierbattista Pizzaballa und dem Vatikan-Botschafter im Heiligen Land, Erzbischof Adolfo Tito Yllana, geplant. Bischof Wilhelm: "Der Patriarch betonte die Wichtigkeit der christlichen Präsenz vor Ort als Zeichen der Hoffnung auf eine friedliche Zukunft."
Bischof Wilhelm besuchte zusammen mit einigen Begleiterinnen und Begleitern aus der Diözese Graz-Seckau auch die Gedenkstätte für die Opfer des Hamas-Angriffs auf Israel vom 7. Oktober 2023 auf dem Gelände des Nova-Festivals im Süden Israels. Zu den weiteren Stationen der Solidaritätsreise zählte eine vom Grabesritterorden unterstützte Schule in der Stadt Bait Sahur östlich von Bethlehem im Westjordanland. In der Schule mit angeschlossener Kinderkrippe und Kindergarten werden insgesamt über 700 Kinder begleitet, von denen rund 70% aus christlichen Familien stammen. "Unsere Besuche waren getragen von der Dankbarkeit für die Anwesenheit im Heiligen Land, als Zeichen der Ermutigung für die Christinnen und Christen vor Ort. Diese Dankbarkeit zog sich durch alle Begegnungen und Treffen", erzählt der gerührte Grazer Bischof.
In seiner Predigt am Neujahrstag in der Hauskapelle des Pilger-Hospizes in der Altstadt von Jerusalem erinnerte Bischof Wilhelm an die große Sehnsucht nach Frieden unter den Menschen, gerade auch im Heiligen Land. Im "gemeinsamen Haus" der Staaten und Völker der Erde fehle es an Miteinander, beklagte der österreichische Bischof; zu oft stünden Machthierarchien und das eigene Wohl im Vordergrund.
Christen seien zur Solidarität gerufen, fügte der steirische Diözesanbischof hinzu; nach dem Vorbild Jesus müssten sie sich auf alle Menschen einlassen und so den Weg zum Frieden ebnen. Mit Worten von Papst Leo XIV. aus dessen Botschaft zum Weltfriedenstag 2026 bezeichnete der Grazer Bischof religiöse Gewalt als "eine Blasphemie, die den heiligen Namen Gottes verdunkelt" und rief Gläubige auf, dieser Entwicklung mit einem glaubwürdigen Leben und einem intensiven ökumenischen und interreligiösen Dialog entgegenzutreten.
Während seines fünftägigen Solidaritätsbesuchs wurde Bischof Wilhelm von einer kleinen Delegation aus der Diözese Graz-Seckau begleitet. Unter anderem hat die Gruppe Gottesdienste in der Geburtskirche in Betlehem sowie der Grabeskirche und der deutschsprachigen Benediktinerabtei Dormitio in Jerusalem gefeiert. Die zentrale Botschaft aus Israel: „Erzählen Sie zu Hause von ihren Eindrücken, Begegnungen und dass die Rückkehr der Pilgerinnen und Pilger essenziell ist“. Denn 74% der Christinnen und Christen in Israel leben von den Einkünften aus dem Pilgerwesen und Tourismus.
Quelle: Kathpress, Red
Die Einnahmen aus dem Pilgertourismus stützen christliche, jüdische und muslimische Familien. "Das Miteinander und Hand in Hand aller Konfessionen, Religionen und Ethnien ist gerade in dieser Sparte sehr ausgeprägt", so Bischof Wilhelm. Dem steirischen Diözesanbischof ist es ein großes Anliegen, zu Reisen ins Heilige Land zu ermutigen: „In diesen Tagen ist mir vor Augen geführt worden, dass die Lage im Land beruhigt und ein Besuch der heiligen Stätten jedenfalls möglich ist.“