Die Diözese Graz-Seckau, 1218 gegründet, umfasst 388 Pfarren. Diözesanbischof ist seit 2015 Wilhelm Krautwaschl. Mehr zur Diözese
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Im Zuge der steirischen Polizeiwallfahrt nach Mariazell wurde Elisabeth Lienhart in der Mariazeller Basilika von Innenminister Gerhard Karner das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich verliehen.
In einer sehr bewegenden Rede würdigte Polizeidirektor Gerald Ortner die außergewöhnliche Lebensleistung von Elisabeth Lienhart.
"Ihre Arbeit als Landespolizeiseelsorgerin der Steiermark und seit 2023 auch als Bundeskoordinatorin der Polizeiseelsorge, ist geprägt von einem tiefen Verständnis für die menschliche Seele – besonders in Momenten, in denen Worte fehlen."
Ortner beschrieb Lienhart in seiner Rede als eine Persönlichkeit, die durch Empathie, Fachkompetenz und unermüdliches Engagement herausragt.
"Als langjähriges Mitglied des Kriseninterventionsteams (KIT) und seit 2012 Leiterin des Krisenmanagements der Diözese Graz-Seckau hat sie Strukturen mitentwickelt, die weit über die klassische Seelsorge hinausreichen. Ihr Leitsatz 'Sei immer ein guter Zuhörer' prägt ihr Wirken und macht sie zu einer unverzichtbaren Stütze in der Organisation," betont Polizeidirektor Gerald Ortner.
Lienharts Fähigkeit, mit Feingefühl und Umsicht in den ersten, oft schwersten Stunden eines Einsatzes präsent zu sein, entfaltet eine Wirkung, die über den Moment hinausgeht. Ihre Arbeit stärkt nicht nur Einzelne, sondern die gesamte Polizei als Institution – menschlich, strukturell und spirituell.
Innenminister Gerhard Karner brachte in seiner Rede die besondere Bedeutung des Moments auf den Punkt: Es sei ihm eine große Freude, an einem besonderen Ort einer besonderen Persönlichkeit eine besondere Auszeichnung zu überreichen. Mit diesen Worten würdigt er das Wirken von Elisabeth Lienhart, die vielen Menschen in schwierigen Situationen ein offenes Ohr und neue Kraft geschenkt hat.
Die Verleihung des Goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich soll nicht nur Dank ausdrücken, sondern auch selbst eine Quelle der Kraft sein – für eine Frau, die in herausfordernden Momenten für andere da war und ihnen Halt gegeben hat.
Elisabeth Lienhart selbst betont, dass sie die Polizeiseelsorge mit offenen Augen, offenen Ohren und offenem Herzen lebt. "Ich darf bei schönen Anlässen wie zum Beispiel Ausmusterungsfeiern, aber auch vor allem in dunklen Stunden für Angehörige von Polizistinnen und Polizisten da sein."
Das Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich wurde im Jahr 1952 durch einen Gesetzesbeschluss des Nationalrates gestiftet und umfasst zehn Stufen – vom Groß-Stern des Ehrenzeichens, der nur an Staatsoberhäupter verliehen wird, bis zum Silbernen Ehrenzeichen. Dazu kommen nach dem Statut noch das Goldene und Silberne Verdienstzeichen, die Goldene Medaille am Roten Bande (Lebensrettungsmedaille) und die Goldene, Silberne und Bronzene Medaille (wobei Letztere nicht mehr verliehen wird).
Elisabeth Lienhart
+43 664 392 8600
elisabeth.lienhart@graz-seckau.at