© © 2012 Warner Bros. Entertainment Inc. and Legendary Pictures Funding, LLC

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Zorn der Titanen

Und wieder erheben sich die Titanen

 

Regie: Jonathan Liebesman
USA, 2012
AT-Start: 30.3.2012

Da hat ein Film das Glück gehabt, kurz nach „Avatar“ der erste 3D-Film mit Potential für eine gewisse Fulminanz zu sein. Halbwegs überraschend wurde „Kampf der Titanen“ dadurch zum großen finanziellen Wurf. Weniger überraschend meinten die Produzenten daraus den Publikumsauftrag zu erhalten, eine Fortsetzung zu drehen; mit mehr Budget und viel mehr Monstern.

Allzu viel gibt es zum „Zorn der Titanen“ darüber hinaus nicht sagen. Perseus, der nicht viel mehr als die Abstammung und den Wohnort vom antiken Helden übernommen hat, will kein Krieger mehr sein und wird durch einen Angriff der Chimären doch dazu gezwungen, abermals sein Schwert zu erheben. Perseus Papa Zeus wurde nämlich Opfer einer Intrige seiner Götterkollegen und soll nun dazu benützt werden, seinen bösen Vater Kronos aus dem Tartarus zu befreien. Und so lässt der halbgöttliche Sandalenträger seinen Sohn zurück um abermals die Welt zu retten.

Der Versuch aus all dem eine berührende Urgroßvater-Großvater-Vater-Sohn-Geschichte zu machen, geht gehörig in die Binsen. Denn berühren kann das Special-Effekt-Feuerwerk keineswegs. Was Freude bereiten kann sind die IMAX-Qualität der Bilder und die dreidimensionalen Fabelwesen. Die Handlung wird dabei zur absoluten Nebensache und auch die, teils hochkarätigen, Schauspieler sind – mit Ausnahme von Bill Nighy als Hephaistos – vollkommen auswechselbar. Als netten Lückenfüller mag man sich das durchaus zu Gemüte führen, aber selbst die, die eine Leistungsschau der Tricktechnik suchen, können auf Besseres zurückgreifen.

Harald Koberg