Die Diözese Graz-Seckau, 1218 gegründet, umfasst 388 Pfarren. Diözesanbischof ist seit 2015 Wilhelm Krautwaschl. Mehr zur Diözese
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Unter dem Motto "Gemeinsam stark" diskutieren Pädagog:innen sowie Expert:innen aus Sozialarbeit und Bildung im Rahmen der 73. Internationalen Pädagogischen Werktagung über Diversität, Solidarität und den Wert des Miteinanders in Salzburg.
Den Auftakt machte die Wiener Journalistin und Autorin Ingrid Brodnig mit einem Plädoyer für Medienkompetenz. Eröffnet wurde die Veranstaltung in der großen Universitätsaula vom Grazer Bischof Wilhelm Krautwaschl, der betonte, dass es "keine Alternative zum Gemeinsamen" geben könne. Ein gutes Miteinander sei die Voraussetzung für Frieden, fördere Vertrauen und ermögliche Konfliktlösung, so der Referatsbischof der Bischofskonferenz für Bildung und Schule.
Der Umgang mit Desinformation und Polarisierung in den sozialen Medien war Hauptthema Brodnigs. Gerade dort würden Inhalte reüssieren, "die wütendmachend und spaltend sind". Die Journalistin sprach über die Problematik großer Emotionen, mit denen junge Menschen durch Inhalte in sozialen Medien konfrontiert sind. "Als Gesellschaft ist es wichtig, zu wissen, was Kinder und Jugendliche im Internet erleben, um es einordnen und mit ihnen besprechen zu können", so Brodnig. "Warnsignale anzusprechen und wichtige Fragen zu stellen" sei dabei entscheidend.
Auch für ein gelingendes Miteinander erfordere es kritische Medienkompetenz, sowohl im Netz als auch im Alltag, betonte Brodnig. Besonders junge Erwachsene nutzten soziale Plattformen als Nachrichtenquelle, es fehle jedoch häufig an der Fähigkeit zur Einordnung. "Wenn wir ein Miteinander wollen, brauchen wir eine gemeinsame Faktenlage", sagte die Publizistin. Eltern, Lehrkräfte und Pädagog:innen könnten eine wichtige Rolle spielen, indem sie Lernprozesse begleiten und so die nötige Medienkompetenz fördern. Auch Tagungs-Präsident Andreas Paschon betonte, dass im Leben vieles gelinge, weil es im Miteinander getan werde: "Pädagogisches Miteinander reduziert Einzelkämpfertum."
An der Internationalen Pädagogischen Werktagung nehmen 400 bis 500 Personen u. a. aus Österreich, Deutschland, der Schweiz und Südtirol teil. Veranstaltet wird sie vom Katholischen Bildungswerk Salzburg in Kooperation mit der Caritas Österreich, der Universität Salzburg und der Pädagogischen Hochschule Salzburg Stefan Zweig. Unterstützt wird die Tagung vom Land und der Stadt Salzburg.