Die Diözese Graz-Seckau, 1218 gegründet, umfasst 388 Pfarren. Diözesanbischof ist seit 2015 Wilhelm Krautwaschl. Mehr zur Diözese
Die Diözese Graz-Seckau, 1218 gegründet, umfasst 388 Pfarren. Diözesanbischof ist seit 2015 Wilhelm Krautwaschl. Mehr zur Diözese
Es gibt viele Möglichkeiten, sich in der Kirche zu engagieren! Mehr Infos
Schulen, Kindergärten, Bildungshäuser und vieles mehr: Kirche ist ein wesentlicher Bildungsanbieter. mehr Infos

Der 19. März wird in der Steiermark seit dem 12. Jahrhundert als Gedenktag zur Verehrung des Hl. Josef begangen. 1654 hat Kaiser Ferdinand III. Josef zum Patron unseres Landes erklärt. So populär wie manch andere Feiertage war der "Josefitag" hierzulande nie, aber "Joseph", "Sepp", "Seppi" und "Jo" waren in der Steiermark stets beliebte Vornamen. Am steirischen Feiertag haben Schulen und Behörden geschlossen, Kirchen sind natürlich geöffnet, einige laden zudem zu Spezialführungen ein (siehe Spalte). Um 10.00 Uhr wird mit Bischof Wilhelm Krautwaschl ein Festgottesdienst im Grazer Dom gefeiert. Weitere Veranstaltungen finden sie am Ende des Artikels.
Durch Josef wird die Gestalt des Erlösers Jesus Christus mit der Geschichte des Gottesvolkes Israel verbunden (siehe Stammbaum Jesu in der Bibel, Mt 1,1-17). Durch die rechtlich vom Vater vorzunehmende Namensgebung für das Kind Mariens wurde Josef zum ersten Boten des Evangeliums: der Name Jesus bedeutet „Jahwe rettet“ (Mt 1,21).
Von Josef wird bezeugt, dass er „gerecht“ war – das war der Inbegriff eines in der gläubigen Tradition seines Volkes lebenden Juden. Er wird uns als Glaubender vorgestellt, der um seinen Glauben ringen musste. Über die Eltern Jesu schreibt der Evangelist, dass sie über die Botschaften, die man über das Kind Jesu erzählt, erstaunt waren und das Wort, das Jesus ihnen sagt, zunächst nicht verstanden haben (Lk 2,33.48-50). Josef war Bauarbeiter (Mt 13,55), auch Jesus hat dieses Handwerk ausgeübt (Mk 6, 3).
Neben den Fakten aus der Bibel gibt es noch einige Legenden rund um den Heiligen Josef aus den apokryphen Schriften (Schriften, die nicht in die Bibel aufgenommen wurden). Aus diesen Schriften geht auch das vermeintlich hohe Alter von Josef hervor, der als Witwer um Maria geworben hat.
Die Verehrung Josefs als Heiligen begann im Osten früher als hierzulande. Der 19. März wurde wohl in Anlehnung an das Fest der römischen Göttin Minerva, Patronin der Handwerker, gewählt. Besonders Bernhard von Clairvaux, Gründer des Zisterzienserordens, und die Bettelorden verehrten den keuschen, gehorsamen und fleißigen Josef.
Im 15. Jahrhundert erklärte Papst Sixtus IV. ihn zum Heiligen. Die Habsburger machten ihn im 17. Jahrhundert zu ihrem Hausheiligen und führten in ihren Ländern den 19. März als Feiertag ein. Höhepunkt der Karriere als Heiliger: 1870 erklärte Papst Pius IX. den Hl. Josef zum Patron der gesamten Katholischen Kirche. In der Auseinandersetzung mit dem Kommunismus wurde 1955 der 1. Mai als Fest „Hl. Josef, der Arbeiter“ eingeführt.
In Bayern war der 19. März bis 1968 ein gesetzlicher Feiertag, an dem die erste (Bier-)Maß der Saison getrunken wurde. Bis 1977 war „San Giuseppe“ in Italien ein Feiertag. In einigen Kantonen der Schweiz sowie in Spanien, Kolumbien, Costa Rica und Liechtenstein ist er es nach wie vor.
In der Steiermark sind übrigens acht Pfarrkirchen dem heiligen Josef geweiht: Fehring, Gams bei Hieflau, Graz-St.Josef, Leoben-Donawitz, St. Josef in der Weststeiermark, Turrach, Voitsberg und Rohrbach a.d. Lafnitz. Interessant ist auch, dass die Pfarre Mariatrost neben der großen Basilika, die Maria geweiht ist, auch eine kleine Filialkirche in Niederschöckl hat, die ihrem Ehemann, dem heiligen Josef geweiht ist
Ehrenamtlichen Kirchenführerinnen und Kirchenführer bieten am 19. März 2026 um 16 Uhr in ihren Kirchen eine kostenfreie Führung an. Dabei wird die Person des hl. Josef vorgestellt, deren spezielle Darstellung in der jeweiligen Kirche betrachtet und anschließend die jeweilige Kirche in den Blick genommen.
Die Dauer der Führungen beträgt jeweils ca. 45 bis 60 Minuten. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.
Führung um 16 Uhr:
Führung nach der Josefi-Messe um 8:30 Uhr:
Führung nach der Josefi-Messe um 9:30:
Zum Festtag des hl. Josef am 19. März lädt das Diözesanmuseum Graz zum kostenfreien Besuch der Schausammlung „Kirche.Kunst.Kostbarkeiten“ und der Kabinettausstellung „Ein Herz und eine Seele. Sprichwörter und Redewendungen aus der Bibel“ ein.
Zusätzlich wird ab 16 Uhr unter dem Titel "Jessas Maria und Josef" eine Führung zu biblischen Redewendungen und kirchlich abgeleiteter Alltagssprache angeboten. Für alle „Josefas“ und „Josefs“ oder mit davon hergeleiteten Namen gibt es eine kleine Überraschung.