Ein neuer Kraftort für Leben, Begegnung und Erinnerung
Über 200 Gäste feierten am Sonntag, 11. Oktober 2026, die Eröffnung von KaiserWaldKraft und des Bestattungswaldes Klosterwald® in Tobelbad. KaiserWaldKraft ist ein gemeinschaftlich getragenes Projekt des Seelsorgeraums Kaiserwald in Kooperation mit Wald & Kirche, Klosterwald®, den politischen Gemeinden im Seelsorgeraum sowie der HLW/FW Deutschlandsberg. Es verbindet vier Lebensplätze, interaktive Sta(un)tionen und einen zusätzlichen Kraftplatz hinter der Pfarrkirche Tobelbad. Ein abwechslungsreiches musikalisches Programm, regionale Kulinarik und die Begegnung vor Ort machten die Veranstaltung zu einem besonderen Auftakt für das innovative Waldprojekt.
Natur, Spiritualität und Ökologie verbindet Menschen in unterschiedlichsten Lebenssituationen. Mit der feierlichen Eröffnung von KaiserWaldKraft wurde ein besonderer Ort für Begegnung und Besinnung eröffnet. Mehr als 200 Gäste folgten der Einladung und machten deutlich, wie groß das Interesse an diesem neuen Angebot in der Region Steiermark Mitte, in der Diözese Graz-Seckau ist.
Der Wald schafft einen gemeinsamen Raum, der Menschen unabhängig von ihrer religiösen Nähe miteinander verbindet und zum Verweilen, Entdecken und Nachdenken einlädt. Besonders erfreulich war, dass neben kirchlich engagierten Menschen auch zahlreiche weitere Personen an der Eröffnung teilnahmen. Damit wurde bereits am ersten Tag sichtbar, was KaiserWaldKraft auszeichnet: Nämlich „Mehr als ein Wald. Ein Kraftort für Leben, Begegnung und Erinnerung“ zu sein.
Musik, Kulinarik und eine gelungene Moderation
Für die musikalische Gestaltung sorgten der Volksschulchor Tobelbad, die Jagdhornbläsergruppe St. Peter im Sulmtal und die Band Quartenzirkel, die das Publikum begeisterten und der Eröffnung einen stimmungsvollen Rahmen verliehen. Auch das regionale Catering der HLW/FW Deutschlandsberg wurde von den Gästen besonders gelobt und trug wesentlich zum gelungenen Fest bei.
Mit viel Charme, Professionalität und Gespür für die Veranstaltung führte Sepp Loibner durch das Programm. Seine Moderation verband die einzelnen Programmpunkte und vermittelte die Idee hinter KaiserWaldKraft auf lebendige und zugängliche Weise.
Die harmonisch gestaltete Segensfeier von Pastoralreferentin Ines Kvar zum Thema „Kreislauf des Lebens“ gemeinsam mit Pfarrer Claudiu Budau, rundete die Veranstaltung ab und machte deutlich: „Wir gehen vom Leben der Menschen aus.“
Unter den Gästen waren auch Vertreter der Presse, der örtlichen Gemeinden, der Diözesanleitung, sowie den Kooperationspartnern wie zum Beispiel dem Bestattungswald Klosterwald. Ihre Anwesenheit unterstrich die Bedeutung des Projekts für die Region und die Katholische Kirche Steiermark.
Junge Ideen, starke Kooperationen
Besondere Anerkennung erhielt die Zusammenarbeit mit den Maturantinnen Mona Krenn und Florentina Posch von der HLW/FW Deutschlandsberg. Die beiden Schülerinnen beschäftigen sich im Rahmen ihrer Diplomarbeit intensiv mit KaiserWaldKraft und bringen ihre Ideen aktiv in die Projektgruppe ein. Sie entwickelten das Logo und das Corporate Design und gestalten den Auftritt des Projekts in den sozialen Medien mit. Ihr Engagement zeigt, wie wertvoll es ist, junge Menschen frühzeitig in die Entwicklung kirchlich-innovativer Projekte einzubeziehen und ihnen Raum für Kreativität und Mitgestaltung zu geben.
Ein Ort, der über die Eröffnung hinaus lebt
Mit dem Eröffnungstag ist der Startschuss für die weitere Entwicklung von KaiserWaldKraft gefallen. Künftig sollen Waldwanderungen, Veranstaltungen, spirituelle Angebote und Möglichkeiten zur Trauerbegleitung Menschen durch unterschiedliche Lebensphasen zu begleiten. Der Bestattungswald Klosterwald bietet darüber hinaus die Möglichkeit, inmitten der Natur Abschied zu nehmen und die Erinnerung an Verstorbene in besonderer Weise zu bewahren.
KaiserWaldKraft steht für die Überzeugung, dass der Wald weit mehr ist als ein Ort der Erholung. Er ist Lebensraum, Kraftquelle und ein Ort, an dem Menschen Gemeinschaft erfahren, zur Ruhe kommen und sich mit den großen Fragen des Lebens auseinandersetzen können.
KaiserWaldKraft ist ein Ort, der Menschen zusammenführt, mitten im Wald und mitten im Leben.
Der Knoten aus Jenilledraht in meiner Jackentasche erinnert mich daran: Frieden beginnt bei mir selbst – wenn ich meine Knoten löse, um Verzeihung bitte, vergebe und andere Sichtweisen zulasse.
Beim Heilungsgebet am Freitag, 25. September 2026, in Wundschuh haben wir für den Frieden in der Welt, in der Familie in der Nachbarschaft und am Arbeitsplatz gebetet. Beim gegenseitigen Segnen sind wir füreinander zum Segen geworden.
Danke an Elfriede Stepanek-Neumeister und Stefan Stampler für die Gestaltung und die wertvollen Impulse, wie wir in unserem Nahbereich zum Frieden beitragen können.
Einmal im Monat. Ein besonderer Abend. Zeit zum Aufatmen.
Seit dreieinhalb Jahren öffnet sich jeden ersten Freitag im Monat um 19:00 Uhr in der Pfarrkirche Lannach das „Zeitfenster zum Innehalten“ – ein Raum, um aus dem Alltag herauszutreten, zur Ruhe zu kommen und sich von Musik, Texten, Gebeten und Zeichen berühren zu lassen.
Hier darf man einfach da sein: zuhören, schweigen, nachdenken, sich erinnern, eine Kerze entzünden oder ein persönliches Anliegen in den Krug legen. Glaube wird hier mit allen Sinnen erfahrbar – offen, persönlich und ohne Voraussetzungen.
Ein herzlicher Dank gilt Christa und Franz Habith für die Gestaltung dieses Formats sowie Paul Tschuffer, der es mitinitiiert und mit seiner Musik wesentlich geprägt hat. Seine Evergreens haben Erinnerungen geweckt und viele Menschen tief berührt. Seit einem halben Jahr bereichern zudem wechselnde Musiker:innen das „Zeitfenster“ mit einfühlsamer musikalischer Begleitung.
Auch die einfachen Zeichenhandlungen gehören dazu: eine Kerze entzünden, ein Weihrauchkorn einlegen, Bitt- oder Dankezettel in den Krug geben – kleine Gesten mit großer Wirkung.
Den Abschluss bildet immer der Segen – persönlich oder unter dem Segenstor, stets mit Würde und Zuspruch.
3½ Jahre – ein Anlass zum Danken und Feiern. Und vielleicht auch ein guter Moment, das „Zeitfenster“ selbst kennenzulernen. Kommen Sie in der Pfarrkirche Lannach vorbei – ob kirchennah, kirchenfern oder einfach neugierig. Lassen Sie sich eine halbe Stunde Zeit schenken zum Innehalten, Erinnern und Hoffen.
Das Zeitfenster öffnet einen Blick in eine sinnreiche Welt: besinnlich, mit allen Sinnen und sinnvoll. Danke, dass es das gibt.
Gleich drei Gruppen aus unserem Seelsorgeraum machten sich in der letzten Juliwoche im Rahmen der Seelsorgeraumwallfahrt auf den Weg zur Marienkirche am Luschariberg in Tarvis in Italien, nicht weit entfernt von der Grenze zu Österreich und Slowenien.
Zuerst fuhren am Donnerstag, 30. Juli 2026, drei Liebocher mit der Koralmbahn nach Villach, um von dort aus über Maria Gail nach Thörl-Maglern zu wandern.
Am Freitag, 31. Juli, marschierten sie weiter, um beim Bahnhof in Tarvis auf eine 16-köpfige Gruppe aus den Pfarren Dobl und Wundschuh zu treffen. Gemeinsam machten sie sich dann auf den Weg über den „alten Büßerpilgerweg“ auf den Luschariberg. Rund 1000 Höhenmeter standen vor ihnen. Nachdem die Hälfte geschafft war, kam unerwartet ein Gewitter mit Regen und etwas Hagel, aber die Abkühlung tat gut. So erreichten sie am späten Nachmittag voller Freude den ersehnten, wunderschönen Wallfahrtsort auf 1.789 m Höhe.
Der erste Weg führte sie in die Wallfahrtskirche, welche der Mutter Gottes als „Königin Europas“ gewidmet ist. Am Abend gab es im Gasthaus noch eine Überraschung: Zu flotter Ziehharmonikamusik und schönem, gemeinsamen Gesang auf Slowenisch und Deutsch wurde getanzt und geschunkelt – ein schönes Beispiel für eine Völker verbindende Gemeinschaft.
Die dritte Gruppe macht sich am Samstag, 1. August 2026, mit dem Bus aus dem Seelsorgeraum auf den Weg. Auf den Berg fuhren sie mit der Gondelbahn, um dort mit allen gemeinsam eine wunderschöne Heilige Messe zu feiern, welche Vikar Norbert Glaser zelebrierte. Dabei wurde unserem Wallfahrtsleiter Johann Stampler aus Wundschuh durch eine Urkunde unseres Diözesanbischofs Wilhelm Krautwaschl ein ganz besonderer Dank und eine große Anerkennung ausgesprochen. Es war seine fünfzigste Wallfahrt, welche er organisierte.
Alle gemeinsam fuhren dann mit dem Bus wieder nach Hause. Aufgrund des zähen Verkehrs wurde der geplante Besuch im Oberkrainermuseum gestrichen. Dennoch war diese Wallfahrt ein unvergessliches Erlebnis.
Bei strahlendem Sonnenschein hatten etwa 30 Kinder aus dem Seelsorgeraum auf und um die Dobler Pfarrwiese am Samstag, 27. Juni 2026, viel Freude.
Wir starteten mit einer Besichtigung des benachbarten Chianinahofes, wo wir Schweinen, Schafen und Ziegen begegneten. Auf der Pfarrwiese starteten wir mit einer kurzen Mitmach-Disco, bevor es zu abwechslungsreichen Stationen wie einem Dosenschießen oder einem Wasser-Hindernislauf ging. Für frische Energie sorgte eine Popcornmaschine. Los wurden wir diese Energie wieder in der Einhorn-Hüpfburg. Zwischendurch gab es immer wieder Touren hoch hinauf in den Kirchturm zu den Glocken.
Aufgrund der hohen Temperaturen erfreute sich auch der Rasensprinkler einer hohen Beliebtheit. Zu guter Letzt gab es für alle auch noch ein Eis, bevor wir uns mit dem Jungscharruf voneinander verabschiedeten.
20 begeisterte Bergfreunde aus allen sechs Pfarren des Seelsorgeraumes Kaiserwald machten sich am Montag, dem 13. Juli 2026, bereits um 6:30 Uhr von der Pfarrkirche Tobelbad aus auf den Weg ins Obdacherland.
Bei der Waldheimhütte (1.620 m) wurden wir von zwei freundlichen Bergführern herzlich empfangen. Sie schenkten uns eine ebenso zauberhafte wie informationsreiche und humorvolle Wanderung über das Türkenkreuz, vorbei am idyllischen Lavantsee (ca. 2.000 m) bis hinauf zum Gipfelkreuz des Zirbitzkogels (2.396 m).
Auch der geistliche Beistand kam an diesem „heiligen Berg“ keineswegs zu kurz. Ganz im Gegenteil: Oben angekommen trafen sich plötzlich nicht weniger als fünf Pfarrer auf einem Fleck! Niemand soll behaupten können, die Seelsorge würde unter der Woche oder gar während der Ferien pausieren.
Nach diesem Gipfelerlebnis und einer stärkenden Begegnung mit dem berühmten Enzian beim Schutzhaus führte uns der Weg weiter zur Rothaidenhütte (ca. 1.830 m), wo uns Wirtin Ingrid und ihre Grazer Nichte bestens versorgten. Letztere wurde aufgrund ihrer gepflegten Ausdrucksweise von fast allen Teilnehmern kurzerhand als Deutsche eingestuft, sehr zu unserer allgemeinen Erheiterung.
Gestärkt an Leib und Seele wanderten wir anschließend über herrliche Almwege und durch duftende Zirbenwälder zurück. Den Abschluss bildete ein Halt bei der Kirche St. Anna am Lavantegg (ca. 1.300 m), der höchstgelegenen Pfarrkirche der Steiermark mit bewohntem Pfarrhof. Dort dankten wir Gott für die gute Weggemeinschaft, die gelungene Zirbitzwanderung und die große Gastfreundschaft, die wir erleben durften. Als krönenden Abschluss wurden wir noch zu einem gemütlichen Getränk im Schatten der mächtigen Zirben des Pfarrhofgartens eingeladen.
Blauer Himmel, traumhaftes Wetter, eine beeindruckende Bergwelt, die Zirbe als „Königin der Alpen“, der majestätische Zirbitzkogel, gelebte Gemeinschaft, gute Gespräche und herzliche Gastfreundschaft: All das machte diesen Tag zu einem ganz besonderen „Taborerlebnis“.
Und wenn wir in den kommenden Monaten zu Hause den einen oder anderen Zirbenzapfen ansetzen oder ein Schlückchen Zirben-Elixier genießen, werden wir uns sicher gerne an diesen wunderbaren Tag erinnern. Vielleicht ist das ja bereits die beste Einladung für unser inzwischen zur Tradition gewordenes Bergabenteuer im nächsten Jahr, am ersten Montag in den Sommerferien!
Zum 100-jährigen Jubiläum der Passionsspiele St. Margarethen im Burgenland ließen sich die St. Margarethener etwas ganz Besonderes einfallen: Sie erzählten die Passion Christi erstmals aus weiblicher Perspektive.
So machten sich 65 Personen aus dem Seelsorgeraum Kaiserwald am Samstag, 13. Juni 2026 mit dem Bus auf in den Römersteinbruch im Burgenland. Unter dem Titel „Mirjam – Stark wie der Tod ist die Liebe“ erlebten sie ein beeindruckendes Werk.
Einige Jahre nach Jesu Tod blickten Maria Magdalena und der Evangelist Johannes zurück auf das Geschehen und erzählten die Geschichte aus ihrer Perspektive. Vom ersten Wunder Jesu bei der Hochzeit zu Kana, der Tempelreinigung, der Speisung der Fünftausend, der Heilung des Lazarus und vielem mehr war alles mit dabei. Die eigentliche Passion, vom Palmsonntag bis zur Grablegung und natürlich der Auferstehung durfte natürlich auch nicht fehlen.
Für einige Mitreisende waren es nicht die ersten Passionsspiele, die sie von den St. Margarethener Laiendarstellerinnen und -darstellern gesehen haben, aber durchaus die bisher berührendsten. Immer wieder die Perspektive zu wechseln, vom Geschehnis zu den Erzählenden, die auch einordneten und grübelten, tat dem Schauspiel sichtlich gut.
So kamen die Mitreisenden spät abends nach einem eindrucksvollen Tag wieder im Seelsorgeraum an. Ein Tag, der bestimmt noch lange nachwirken wird.