Dank und Segen stehen im Mittelpunkt der Eröffnungsfeier des Projekts KaiserWaldKraft und KLOSTERWALD® Baumbestattung.
Der Wald ist der natürliche Dom Gottes. Das Waldareal hinter der Pfarrkirche Tobelbad ist ein Kraftort für Leben, Begegnung und Erinnerung.
Über die Intention, den Prozess und die Beteiligung wurde bereits im Pfarrblatt berichtet. Die Eröffnungsfeier stand ganz im Zeichen der Begegnung: Der Chor der Volksschule Tobelbad unter der Leitung von Peter Preitler, die Jungscharkinder mit ihrem Insektenhotel, die Schüler:innen der HLW/FW Deutschlandsberg und viele andere trugen zum Gelingen des Festakts bei.
Im Segensritual würdigten Pastoralreferentin Ines Kvar und Pfarrer Claudiu Budău die Schöpfung im Rhythmus der Jahreszeiten. Dabei griff Ines Kvar das Gestaltungskonzept des Festplatzes auf und verband es mit der spirituellen Dimension des Ortes.
Ein schönes und besonderes Fest, das Gemeinschaft, Dankbarkeit und die Verbundenheit mit der Schöpfung spürbar werden ließ.
Ein herzliches Dankeschön an alle, die zum Gelingen beigetragen haben! Margret Hofmann, Pastorales Pfarrteam Liturgie und Öffentlichkeitsarbeit
Wir bedanken uns bei Edith Ertl/freie Mitarbeiterin der Zeitschrift MeinBezirk für die schönen Fotos von dieser Veranstaltung. Mehr Fotos finden Sie auf der Homepage der Zeitschrift.
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Text der Segensfeier KaiserWaldKraft DER KREISLAUF DES LEBENS Vier Jahreszeiten. Vier Elemente. Ein Weg des Menschen. Kreuzzeichen, Begrüßung und Hinführung Wir befinden uns heute in der wohl schönsten Kathedrale der Welt: in Gottes Schöpfung. Hier erleben wir den Kreislauf des Lebens unmittelbar: Werden und Wachsen, Blühen und Reifen, Loslassen und Neubeginn.
Wir Menschen gehören zu diesem großen Lebenskreis. Seit Anbeginn sind wir Gottes Herzensprojekt, sein Traum und sein schönster Gedanke. Er hat uns geschaffen, begleitet uns durchs Leben und hält uns auch in Zeiten des Wandels und Abschieds in seiner Hand.
Als seine Familie versammeln wir uns heute an diesem besonderen Ort. Machen wir unsere Herzen weit für seine Gegenwart und beginnen wir diese Feier im Zeichen unseres Glaubens: † Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Heute möchten wir den Kreislauf des Lebens sichtbar und spürbar machen: Aufbruch und Wachstum, Fülle und Lebenskraft, Veränderung und Loslassen, Ruhe, Tiefe und Neubeginn. In den vier Jahreszeiten und den vier Elementen spiegeln sich die unterschiedlichen Zeiten unseres Lebens wider. Besonders an diesem Ort wird sichtbar: Leben und Sterben, Werden und Vergehen gehören zusammen. Wie die Natur ihren Kreislauf kennt, so ist auch unser menschliches Leben eingebettet in diesen großen Kreislauf, den Gott geschaffen hat. Und wir tragen gemeinsam Verantwortung für das Leben im gesamten Kreislauf des Lebens innerhalb der Schöpfung. Der Baum: ein Zeichen für KaiserWaldKraft
All das werden wir nun durch vier Symbole, jeweils einen Satz aus der Hl Schrift und einem kurzen Gebt zum Ausdruck. Einen kleinen Baum wollen wir einpflanzen: kleines Zeichen und doch ein großes Bild. Er braucht Erde, Wasser, Licht und Luft, vor allem Zeit, um zu wachsen. Er braucht Schutz und Pflege. Auch ein Wald wächst nicht von heute auf morgen. Und auch Beziehungen, Gemeinschaft und Vertrauen brauchen Zeit. Die vier Elemente (Erde, Wasser, Feuer und Luft) stehen für Kräfte, die uns durch die Jahreszeiten und durch die verschiedenen Zeiten unseres Lebens begleiten. Wir geben die vier Elemente nun symbolisch dazu: 1. ERDE – Frühling Symbol: Erde wird zum Baum gegeben. / Mitwirkung: Eine ältere Person bringt die Erde zum Baum. Die Erde trägt. Sie gibt Halt und Nahrung. Aus ihr wächst Neues. Wie im Frühling neues Leben erwacht, so dürfen auch wir immer wieder neu beginnen. Heute wird die Erde zu unserem Baum gebracht. Vielleicht ist das auch ein Bild dafür, was wir Menschen einander weitergeben: Erfahrung, Geschichten, Vertrauen und Wurzeln. Und auch die Bibel erzählt uns immer wieder von Menschen, die verwurzelt sind und neues Leben wachsen sehen. Im ersten Psalm lesen wir die Worte: „Wie ein Baum, gepflanzt an Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit.“ (Ps 1,3) Die Person gibt Erde zum Baum. Gebet:
Guter Gott, segne diese Erde. Sie schenkt Halt und lässt Neues wachsen.
Segne diesen Baum und alle Menschen, die hier neue Kraft und einen neuen Anfang suchen.
Wie aus der Erde neues Leben wächst, erinnert sie uns daran, dass jeder Neubeginn Teil des großen Kreislaufs des Lebens ist. Schenke uns gute Wurzeln, Halt in schwierigen Zeiten
und den Mut, immer wieder neue Wege zu gehen. Amen. 2. WASSER – Winter Symbol: Wasser / Mitwirkung: Eine erwachsene Person gießt den Baum.
Wasser erfrischt. Es reinigt und lässt wachsen. Im Winter zieht sich die Natur zurück. Von außen scheint vieles still zu sein. Doch unter der Erde, in den Wurzeln, geht das Leben weiter. Auch wir Menschen brauchen Zeiten der Ruhe. Zeiten, in denen wir nichts leisten müssen. Zeiten, in denen wir Kraft sammeln dürfen. Wenn es um uns still wird und wir neue Kraft suchen, dürfen wir darauf vertrauen, dass wir nicht allein sind. Davon spricht auch dieses Wort aus der Bibel: „Meine Seele ist stille zu Gott, der mir hilft.“ (Ps 62,2)
Der Baum wird gegossen.
Gebet:
Guter Gott, segne dieses Wasser. Es schenkt Leben, erfrischt und erneuert.
Segne alle Menschen, die hier zur Ruhe kommen. In Zeiten der Stille und des Rückzugs lass uns darauf vertrauen, dass das Leben weiterwirkt, auch wenn wir es nicht immer sehen können.
Schenke uns Vertrauen in deinen Kreislauf des Lebens, der selbst im Verborgenen Neues wachsen lässt. Schenke ihnen Heilung, Vertrauen und neue Kraft. Amen. 3. FEUER – Sommer Symbol: Eine Kerze wird entzündet. / Mitwirkung: Ein Kind entzündet die Kerze.
Das Feuer schenkt Wärme und Licht. Es gibt Kraft und lässt uns das Leben spüren. Der Sommer steht für Fülle, Freude und Lebendigkeit. Für die langen Tage. Für Begegnungen. Für das Leben, das nach draußen drängt. Auch wir Menschen können füreinander Licht und Wärme sein. Wir können einander Mut machen. Wir können Freude teilen. Jesus erinnert uns daran, dass auch wir füreinander Licht sein können. Seine Worte dazu lauten: „Ihr seid das Licht der Welt.“ (Mt 5,14) Die Kerze wird entzündet. Gebet:
Guter Gott, segne dieses Licht. Schenke uns Mut, Lebensfreude und Begeisterung.
Lass uns füreinander Wärme und Licht sein. Im Reichtum und in der Fülle des Lebens lass uns dankbar bleiben für alles, was uns geschenkt wird.
Segne alle Menschen, die hier Freude, Gemeinschaft und neue Lebenskraft erfahren. Amen. 4. LUFT – Herbst Symbol: Weihrauch / aufsteigender Rauch / Blatt. / Mitwirkung: Eine Person entzündet den Weihrauch. Optional kann ein Kind oder eine andere Person ein Blatt in den Händen halten und anschließend loslassen.
Die Luft können wir nicht festhalten. Sie bewegt sich. Sie trägt. Sie lässt los. Im Herbst fallen die Blätter. Was nicht mehr gebraucht wird, darf gehen. Auch unser Leben kennt solche Zeiten:
Wir müssen Abschied nehmen. Wir müssen Dinge loslassen. Wir müssen Veränderungen zulassen.
Und manchmal beginnt gerade dadurch etwas Neues. Veränderung und Abschied gehören zu unserem Leben. Im Buch Kohelet finden wir dafür ein schlichtes und zugleich tiefes Wort: „Alles hat seine Zeit.“ (Koh 3,1)
Weihrauch wird entzündet und ein Blatt wird losgelassen…
Gebet:
Guter Gott, segne diese Luft und alles, was durch sie bewegt wird. Schenke uns Freiheit, Dankbarkeit und die Kraft loszulassen. Begleite alle Menschen, die Abschied nehmen müssen. Wenn Blätter fallen und Vertrautes geht, erinnere uns daran, dass auch das Loslassen Teil des Kreislaufs des Lebens ist. Schenke Trost und Hoffnung und die Gewissheit, dass aus jedem Ende neues Leben wachsen kann. Amen. Das Insektenhaus: ein Zuhause für viele Unsere Jungscharkinder haben für den Lebensplatz bei der Kirche ein Insektenhaus gebaut. Das Insektenhaus erinnert uns daran, dass auch die kleinsten Lebewesen ihren Platz in Gottes Schöpfung haben. Und es erinnert uns daran, dass wir Menschen Verantwortung übernehmen können: indem wir Lebensräume schaffen, schützen und achtsam mit der Natur umgehen. Die Jungscharkinder treten mit dem Insektenhaus nach vorne bzw. stellen sich dazu.
Wir danken euch für euer gemeinsames Schaffen, eure Kreativität und euer Engagement. Möge dieses Insektenhaus vielen kleinen Lebewesen Schutz und einen Platz zum Leben bieten. Zusammenfassung Ein Baum braucht Erde, Wasser, Licht und Luft. Und auch wir Menschen brauchen einander.
Wir brauchen Menschen, die uns Halt geben.
Menschen, die uns Mut machen. Menschen, die uns begleiten.
Und Menschen, die uns auch dann nicht vergessen, wenn wir Abschied nehmen müssen.
Möge dieser Baum wachsen. Möge dieser Wald wachsen. Und möge auch das wachsen, was KaiserWaldKraft sein möchte: ein Ort des Lebens, der Begegnung, der Ruhe, der Hoffnung und des Segens.
Vier Elemente, vier Jahreszeiten und viele verschiedene Menschen – verbunden in diesem Ort und im Kreislauf des Lebens. Was in der Natur sichtbar wird, begegnet uns auch in unserem eigenen Leben: Anfang und Wachstum, Freude und Fülle, Abschied und Neubeginn. Bevor wir nun den Segen empfangen, wollen wir gemeinsam beten, wie Jesus uns zu beten gelehrt hat ... Segen:
Gott segne unser Areal KaiserWaldKraft
und den Ort für Baumbestattungen und alles, was in ihm lebt.
Gott segne die Bäume und Pflanzen, die Tiere und Menschen,
die Wege und Plätze, die Orte der Begegnung und die Orte der Stille.
Gott segne alle, die hier Kraft suchen.
Er begleite jene, die voller Freude hierherkommen,
und jene, die schwere Wege gehen.
Er tröste jene, die Abschied nehmen, und schenke ihnen Hoffnung.
Er segne jene, die hier ihre Verstorbenen
in seiner Schöpfung zur letzten Ruhe betten.
Und er schenke allen, die diesen Wald betreten,
offene Augen für die Schönheit der Natur,
ein offenes Herz füreinander und Vertrauen in das Leben.
So begleite uns Gott durch alle Jahreszeiten unseres Lebens:
im Frühling beim Neubeginn,
im Sommer in der Fülle,
im Herbst beim Loslassen
und im Winter in der Stille.
Und Gottes Segen möge uns begleiten,
heute, morgen und auf allen unseren Wegen. † Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.