Grüß Gott!
Im Zusammenhang mit dem am 3. Oktober begangenen 800. Todestag des Franz von Assisi haben Sie eventuell auch das Wort "Transitus" gelesen - kein Wort, das im alltäglichen Sprachgebrauch vorkommt. Die franziskanische Tradition verwendet diesen Begriff, um das Hinübergehen und den feierlichen Neuanfang zu betonen.
Den Tod empfing er, arm und im Kreise seiner Gefährten, als „Schwester“, so wie er sie zuvor in seinem Sonnengesang besungen hat, versöhnt mit den Menschen und der Schöpfung. Die etymologischen Wurzeln des Wortes "Tod" kommen vom indogermanischen "hinschwinden" oder "sich auflösen", weitaus endlicher also als der Transitus-Gedanke.
Vielleicht klappt es ja, die christliche Version des "Überganges" in der Alltagssprache mehr zu betonen - für Vorschläge bin ich dankbar ;-)
Ein sonniges Wochenende wünscht Ihnen
Katrin Leinfellner, Webredaktion