Grüß Gott!
Heute feiern wir den Gedenktag des Hl. Nikolaus. Nicht von dem, der den Kindern was bringt, sondern von seinem Namensvetter aus der Schweiz, auch "Bruder Klaus" genannt. Der war ein ziemlich seltsamer Vogel: Als wohlhabender Bauer, Inhaber einiger Amtsgeschäfte und Vater von 10 Kindern beschloss er mit 50+, Eremit zu werden, mit Einwilligung seiner Ehefrau, Dorothea Wyss. Als solcher erlang er Ansehen als geistlicher Berater und Vermittler, die Schweiz verdankt ihm die Befriedung der Eidgenossenschaft, was ihn schließlich auch zu deren Schutzpatron machte.
Angeblich lebte Niklaus von der Flühe, wie er auch genannt wird, die letzten 19 Jahre seines Lebens nur vom eucharistischen Brot - seine Darstellungen als sehr hagerer Mann lassen daran nur wenig Zweifel. Carl-Gustav Jung bezeichnete Bruder Klaus als den "Prototyp eines Mystikers", viele sind bis heute vom 1947 Heiliggesprochene bis heute fasziniert.
Außergewöhnliche Menschen, die außergewöhnliche Dinge tun, und hartnäckig einer Berufung folgen, sind manchmal unbequem, man schüttelt den Kopf oder hält sie für verrückt. Aber sie stecken - wie Bruder Klaus und seine Frau Dorothea - hinter vielen guten Dingen, die in unserer Welt geschehen.
Ein schönes Wochenende wünscht Ihnen
Katrin Leinfellner, Webredaktion