Grüß Gott!
"Das Verhältnis zum Leben scheint heute in einer Krise zu stecken", schreibt Papst Leo XIV. in seiner Enzyklika Magnifica Humanitas. Es fällt immer schwerer, die eigene Begrenztheit anzuerkennen, Technologie, dabei natürlich KI, schöne Bilder von vermeintlich schöneren Leben als unserem eigenen in Social Medias - mit genügend Geld und einer Auslagerung des Denkens scheint alles erreichbar. Dabei lässt genau das bei vielen Menschen das Gefühl zurück, sie könnten "perfekt" sein - und frustriert sie umso mehr, wenn diese vermeintliche Perfektion nie erlebt wird.
Um den Schmerz unserer eigenen Unzulänglichkeit vollständig zu unterdrücken, sagt der Papst weiter, müsste man auch die Liebe und die Sehnsucht auslöschen, schließlich erfahren wir dadurch viele Leiden und Prüfungen. Wir sind aber gerade deshalb Menschen, weil wir selbst begrenzt sind, weil wir die Begrenztheit der anderen sehen und dieses gemeinsame Gefühl uns einander wichtig macht.
Auch einige unserer heutigen Themen haben den daraus entstehenden Raum für Mitgefühl und die Bedürfnisse der anderen als Grundlage.
Ein schönes (begrenztes) Wochenende wünscht Ihnen
Katrin Leinfellner, Webredaktion