Grüß Gott!
Ein Video aus der Pfarre St. Leonhard in Graz zeigte vor kurzem die tolle Stimmung am Ende bzw. kurz nach der Firmung und alle Feiernden beim gemeinsamen Singen und "Tanzen". Der Ausschnitt löste auf Instagram ungewohnt heftige Diskussionen aus - während sich die einen über das "Feiern mit allen Sinnen" freuten, meinte andere es wäre nicht "angemessen für die Kirche."
Beim Lesen der Kommentare wird schnell klar: Hier treffen anscheinend ganz unterschiedliche Vorstellungen, Wünsche und Bedürfnisse aufeinander. (Wie bei eigentlich jedem Thema im Leben.) Was ich persönlich besonders schade finde: es scheint bei solchen Diskussionen fast nur noch ein Gegeneinander zu geben, kein Neben- oder Miteinander. Jede:r besteht darauf, dass die eigene Ansicht die einzig richtige ist, alles andere ist falsch und damit schlecht.
Dabei zeigen Gottesdienste doch immer wieder, wie viele unterschiedliche Dinge nebeneinander Platz haben. Momente der Stille und leise Gebete ebenso wie ein lautes, jubelndes "Halleluja!".
Machen wir uns doch wieder mehr auf die Suche nach Gemeinsamkeiten. Oder versuchen wir uns zumindest in einem wohlwollenden Nebeneinander.
Ein entspanntes Wochenende wünscht Ihnen
Julia Rust, Webredaktion