Grüß Gott!
Das Sonntagsblatt befragte kürzlich meine Tochter zu ihren Erfahrungen während des Handyexperimentes*. Wenn ihr fad war in der Straßenbahn, schaute sie statt aufs Handy zum Fenster hinaus, erzählte sie im Interview.
Ein Bildschirm ist auch so etwas wie ein "Fenster" zur Welt, nur dass man sich meist mit dem zur Verfügung gestellten Ausschnitt zufrieden gibt und sinnlich auf vorselektiertes Hören und Sehen eingeschränkt ist. Auf das große Ganze zu schauen, ist ja sehr mühsam geworden, eine Realitätsanmutung in Portionen ist praktisch.
Ein paar Minuten vermeintlich langweilige Realität vor dem analogen Fenster - zwei Radfahrer, ein Mann mit Hund, drei weiße VW - ist das nicht das "echte" Leben? Vielleicht erdet uns so ein Blick wieder mehr, probieren Sie es im Finale der Fastenzeit einfach mal aus.
Eine aussichtsreiche Karwoche wünscht Ihnen
Katrin Leinfellner, Webredaktion