Die Diözese Graz-Seckau, 1218 gegründet, umfasst 388 Pfarren. Diözesanbischof ist seit 2015 Wilhelm Krautwaschl. Mehr zur Diözese
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KMD Prof. Fritz Haselwander starb am frühen Abend des 4. Juni 2025 im 95. Lebensjahr – ein Nachruf von Veronika Pristautz, die 35 Jahre lang im Chor unter seiner Führung gesungen hat.
Vieles hat die Pfarre Herz-Jesu ihm zu verdanken. 1975 wurde er zum Organisten und Chordirektor bestellt. Dieses Amt führte er 4 Jahrzehnte bis zur Bestellung des neuen Organisten und Chorleiters Matthias Unterkofler im Jahr 2016 getreulich aus. Nicht nur, dass er an den Wochenenden alle Messen an der Orgel selbst gestaltete, er leitete auch 2x pro Woche die Chorproben- was nicht immer Vergnügen, ja bisweilen harte Arbeit bedeutete.
Er war Musikprofessor am Grazer Keplergymnasium und gründete den Knabenchor “Grazer Keplerspatzen”. Für manchen wurde er ein Ersatzvater und alle nannten ihn liebevoll “Onkel Fritz”. Viele Jahre sangen die Spatzen die Christmette in Herz-Jesu unter seiner Leitung.
Die Musik war Fritz Haselwanders Lebenselixier bis ins hohe Alter. Sein Repertoire reichte von Palaestrina über Schütz, Mozart und Haydn bis Bruckner, Liszt und Franz Schmidt. Seine Idee, im Gedenken an die Verstorbenen, das Mozart-Requiem jährlich als Abschluss des Allerheiligentages aufzuführen, wurde zur Tradition, die von seinem Nachfolger weitergeführt wird.
Seine Leidenschaft für die Musik war so groß, dass er, um etwas musikalisch zum Klingen zu bringen, oft vieles aus eigener Tasche bezahlte.
Der Dank der Herz-Jesu-Pfarre fand Ausdruck in der Verleihung des Titels “Kirchenmusikdirektor” für 20 Jahre seines musikalischen Wirkens. Im Jahr 2016 wurde ihm der Herz- Jesu- Ehrenring in Gold als besondere Anerkennung verliehen.
Kurz vor seinem 93. Geburtstag am 7. April dirigierte er am Ostersonntag (31.3.2024) in St. Johannes/Triestersiedlung, dessen Chor er auch viele Jahre leitete, die Krönungsmesse von Wolfgang Amadeus Mozart. Er nahm den Taktstock in die Hand und man hatte den Eindruck, er wird 20 Jahre jünger. Nun hat der Allmächtige ihm den Taktstock für immer aus der Hand genommen. Sein Wunsch, zu seinem 95. Geburtstag noch einmal das Mozart-Requiem zu dirigieren, blieb ihm versagt.
Fritz Haselwander hat sehr oft aus tiefster Überzeugung gesagt: “Ich vertraue auf den Heiligen Geist. Er hat mir immer geholfen.”
Das unser Kirchenmusikdirektor kurz vor Pfingsten sein Leben vollendet hat, ist ein wunderbares Symbol.
R.i.p. lieber Fritz und DANKE!