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KAÖ kritisiert gegenwärtige Abschiebepraxis - Bilderbox

KAÖ kritisiert gegenwärtige Abschiebepraxis

Bereits integrierte Asylwerber sollen nicht mehr in andere EU-Länder abgeschoben werden. Das forderte die Katholischen Aktion Österreich (KAÖ) zum Abschluss ihrer Jahreskonferenz am Samstag in St. Georgen/Längsee.

"Bereits integrierte Asylwerberinnen und Asylwerber sollen nicht mehr in andere EU-Länder abgeschoben werden. Das fordert die Konferenz der Katholischen Aktion Österreich (KAÖ). Es ist menschenunwürdig, wenn Personen, die zu uns gekommen sind und durch Deutschkurse, Schulbesuch, gemeinnützige Arbeit und Interesse am Gemeinschaftsleben ihre Integrationsbereitschaft bewiesen haben, wieder herausgerissen und erneut traumatisiert werden. Eine solche Vorgangsweise mag rechtlich gedeckt sein, sie widerspricht aber jeglichen humanitären Grundsätzen. Es ist einfach nicht einzusehen, dass ausgerechnet die Flüchtlinge mit der größten Integrationsbereitschaft bestraft werden.

Außerdem ist es eine Vergeudung von österreichischem Steuergeld, wenn die Investitionen in Integrationsmaßnahmen nicht im Land Früchte tragen können, sondern zunichte gemacht werden. Diese Menschen könnten ein Teil der Zukunft unseres Landes sein. Wir bringen uns selbst um den Erfolg und um Zukunftschancen für unser Land.

Es ist auch ein Schlag ins Gesicht von Tausenden Frauen und Männern, die ehrenamtlich Zeit, Energie, Geld und Know How dafür eingesetzt haben, dass Menschen in Not geholfen wird und sie bei uns in Österreich eine neue Heimat finden.
Außerdem erleben österreichische Kinder und Jugendliche solche Maßnahmen, mit denen Freunde und Mitschüler von einem Tag auf den anderen von den Behörden des Landes verwiesen werden, als irritierend und sehr verletzend."

 

Rückfragehinweise

Josef Pumberger
Generalsekretär der Katholische Aktion Österreich
Spiegelgasse 3/2/6
A-1010 Wien
E-Mail: josef.pumberger@kaoe.at
Mobil: 0664 621 69 79



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