© Gerd Neuhold, Sonntagsblatt

Die Lange Nacht der Kirchen 2011 - Gerd Neuhold, Sonntagsblatt

Bei Sonne und Mond

Die Lange Nacht der Kirchen zog in der Steiermark rund 36 000 BesucherInnen an.

Bei Sonnenschein startete bereits um 15.30 Uhr die Mountainbike-Gruppe von Graz-St. Peter aus - diese spezielle Tour wurde heuer erstmals angeboten - und führte über die Berge zu 9 Kirchen. 25 Kilometer und 400 Höhenmeter galt es dabei zu überwinden. Um 17.20 Uhr startete ebenso punktgenau der Kirchturmlauf der DSG (Diözesansportgemeinschaft) vor der Herz Jesu-Kirche in Graz, galt es doch fünf Kirchen zu „erlaufen“ und hohe Kirchtürme zu besteigen, bei einer Gesamtstreckenlänge von etwa 15 Kilometern. Diese Tour war ebenso wie die Kunsttour zu den Marienbildern in der Grazer Altstadt und die Glaubenstour an der Mur, binnen kürzester Zeit ausgebucht. Ebenso große Nachfrage herrschte bereits im Vorfeld auch im Blick auf den Programmpunkt „Nachts im Bischofhof“, Bischof Kapellari führte den ganzen Abend hindurch eine große Schar Interessierter durch seine Wohn- und Arbeitsräume. Abschließend wurde den Gästen im Bischofshof die seltene Möglichkeit geboten, die ältesten Fresken (um das Jahr 1270) von Graz, darunter das älteste Bischofswappen im so genannten „Freskenraum“ betrachten zu können.

Um 17.50 Uhr läuteten die Kirchenglocken landesweit diese 5. Lange Nacht der Kirchen in der Steiermark ein. Eröffnet wurde die ökumenische Großveranstaltung, die Österreich weit und auch in Nachbarländern stattfand, in Graz mit der ökumenischen Vesper in der Evangelisch-methodistischen Kirche.

Stimmen aus der Langen Nacht der Kirchen 


Bischof Dr. Egon Kapellari:
„Eine gute Redensart sagt über kostbare alte Bauwerke: „Die Steine reden“. Das gilt besonders für unsere alten Kirchen, die fühlsamen Menschen ungemein viel erzählen könnten. Die „Lange Nacht der Kirchen“ steht im Jahr 2011 unter dem biblischen Leitwort „Mein Herz grübelt bei Nacht, ich sinne nach, es forscht mein Geist“ (Ps 77,7). Ich hoffe, dass viele Gott suchende Menschen die leise Stimme dieser Kirchen hören und danke allen, die ihnen dabei helfen.“

Irmtraud Eberle-Härtel, Koordinatorin in der Evangelischen Heilandskirche:
"Neu und besonders toll war heuer, dass sich so viele KonfirmandInnen bereit erklärt haben, in der Langen Nacht mitzuwirken. Es macht ihnen riesig Spaß. Sie begleiten bei der Ausstellung oder helfen beim Getränkestand. Erstmals wurden heuer auch Originalpredigten von der Kanzel vorgetragen: Eine Originalpredigt zum Beispiel von Martin Luther King in Englisch von Valerie Eberle (14 Jahre jung), deutsche Übersetzung Andrea Ehrenreich. Besonders stolz sind wir darauf, dass das Programm in der Mehrzahl von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern gestaltet wird, es ist heuer besonders abwechslungsreich." 

Zahlreiche Fotos von der "Langen Nacht der Kirchen" finden Sie auf www.sonntagsblatt.at >

Bericht zur "Langen Nacht" im Grazer Priesterseminar >