Dallas Buyers Club

Matthew McConaughey und Jared Leto brillieren in Jean-Marc Valées Drama über Medikamentenschmuggel und den Kampf gegen den Tod.

Regie: Jean-Marc Vallée
USA, 2013
AT-Start: 7.2.2014

Dass Matthew McConaughey Ende der 1990er als vielversprechender Schauspiel-Nachwuchs diskutiert wurde, ist hierzulande kaum wahrgenommen worden. Vielmehr hat er in den letzten Jahren durch Fotos seiner Trainingseinheiten am Strand und durch schlechte romantische Komödien von sich reden gemacht. Dass er die Sache mit der ernsthaften Schauspielerei tatsächlich beherrscht, beweist er momentan durch Auftritte in „The Wolf of Wallstreet“ und „Dallas Buyers Club“. Und für Zweiteren gebührt ihm staunende Anerkennung.

„Dallas Buyers Club“ erzählt die wahre Geschichte des Elektrikers Ron Woodroof, eines Vollblutamerikaners mit starkem Hang zu Alkohol, Frauen, Rodeo und Homophobie. Als dieser erfährt, dass er HIV-positiv ist, beschimpft er zuerst einmal seinen Arzt und beginnt anschließend recht bald, Medikamente zu schmuggeln um den Mangel an zugelassenen Substanzen in den USA zu umgehen. Was mit der Hoffnung auf schnelles Geld beginnt, wird immer mehr zum zutiefst menschlichen Anliegen. Und der intensive Kontakt zur transsexuellen Rayon (Jared Leto) und zur Homosexuellen-Szene rütteln an Woodroofs Weltbild.

McConaughey und Jared Leto liefern sich, auch Dank der großartigen Inszenierung von Jean-Marc Vallée, ein Schauspielduell der Extraklasse und verkörpern ihre Charaktere in jeder Phase von deren Entwicklung greifbar und glaubwürdig. So gelingt ein ruhiges, in vielen Phasen zurückhaltendes Drama, das noch einige Zeit nachwirken wird. 

Harald Koberg