© Elisabeth Veitschegger

Orientierungszeichen - Elisabeth Veitschegger

Christliche Ethik - Orientierung im Leben

Der Kern der christlichen Ethik ist das Gebot der Liebe.

 

 

 

Der Kern der christlichen Ethik ist - das hat Jesus selbst gelehrt - das Doppel-Gebot: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben aus ganzem Herzen...! Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!" Von diesem Doppelgebot hängen alle anderen Gebote und Lebensregeln ab, an ihm sind alle Verhaltensweisen zu messen, an ihm soll der reife Mensch sein Gewissen orientieren.

Eine große Rolle spielen auch die vom Judentum übernommenen Zehn Gebote und ihre Auslegung durch Jesus in der „Bergpredigt". Es ist katholische Lehre, dass jeder Mensch stets dem sicheren Urteil seines Gewissens folgen muss. 

Eine besondere Form christlicher Liebe verwirklichen jene Männer und Frauen, die sich einem Orden oder einer ähnlichen Gemeinschaft anschließen, um freiwillig ein Leben "in Armut, Ehelosigkeit und Gehorsam" zu führen und dadurch mit größerer Freiheit Gott und ihren Mitmenschen dienen zu können. Ordensgemeinschaften haben in Europa und anderswo Großartiges geleistet (Seelsorge, Einsatz für die Ärmsten, Krankenpflege, Landwirtschaft, Schulwesen, Wissenschaft, Kunst usw.).
 

Karl Veitschegger

Das Hauptgebot der Liebe

Aus einer Vielzahl von Geboten, die die Überlieferung Israels kennt, hebt Jesus zwei Gebote hervor (Deuteronomium 6,5 und Levitikus 19,18) kombiniert sie und fasst damit kurz und prägnant den Sinn und das Ziel aller sittlichen und religiösen Weisungen zusammen:

"Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken. Das ist das wichtigste und erste Gebot. Ebenso wichtig ist das zweite: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. An diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz samt den Propheten." (Matthäus 22,37-40)

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