© Photographer: Gerd Neuhold, Copyright: Sonntagsblatt fuer Steiermark

Kommunion - Photographer: Gerd Neuhold, Copyright: Sonntagsblatt fuer Steiermark

Eucharistie - heilige Messe

In der heiligen Messe feiert die christliche Gemeinde die Lebenshingabe Jesu am Kreuz und seine Auferstehung. Sie hört auf sein Wort und empfängt in den Gestalten von Brot und Wein seinen Leib und sein Blut.

 

 

"Das ist mein Leib! Das ist mein Blut!"

Der Evangelist Markus erzählt vom letzten Abendmahl, das Jesus vor seinem Tod mit den Jüngern hielt:
"Während des Mahls nahm er das Brot und sprach den Lobpreis; dann brach er das Brot, reichte es ihnen und sagte: Nehmt, das ist mein Leib. Dann nahm er den Kelch, sprach das Dankgebet, reichte ihn den Jüngern und sie tranken alle daraus. Und er sagte zu ihnen: Das ist mein Blut, das Blut des Bundes, das für viele vergossen wird." (Markus 14,17-25)

 

"Durch ihn und mit ihm und in ihm..."

Immer wenn sich katholische Christen und Christinnen zur Messe versammeln, wissen sie, dass Jesus in ihrer Mitte als Gastgeber zugegen ist.
Sie hören auf sein Wort in den Lesungen der Heiligen Schrift und in der Predigt.
Sie schließen sich seinem "Lobpreis" (griech. eucharistia - Eucharistie) an, um Gott für alles Gute zu danken, und vereinen sich mit dem Opfer des Gekreuzigten, der im Kern schon alles Böse durch seine Liebe überwunden hat.
Sie empfangen bei der Kommunion in den Gestalten von Brot und Wein Jesus selbst, der als Auferstandener für immer lebt. Kommunion kommt vom lateinischen communio (Gemeinschaft) und meint Gemeinschaft in Christus und durch Christus mit Gott und den Mitmenschen.
Im Wort Messe steckt das lateinische missio (Sendung). Wer Christi Leib und Blut empfangen hat, ist dazu gesandt, im Alltag Christus nachzufolgen und in seinem Geist zu handeln.

 

Aufbau der Messe

Die Messe hat vier Hauptteile:

  • Eröffnung
  • Wortgottesdienst
  • Eucharistiefeier
  • Entlassung (Sendung)

 

Gemeinsam feiern

Alle Gläubigen sind berufen, die Messe aktiv mitzufeiern und Laien können und sollen auch bestimmte liturgische Dienste und Aufgaben übernehmen (Lektor, Vorsänger usw.). Aber keine Gemeinde kann sich die Eucharistie selbst "machen". Eucharistie ist immer Geschenk des Herrn. Das drückt sich auch darin aus, dass die Messe immer von einem geweihten Priester geleitet werden muss. Obwohl ein schwacher Mensch, repräsentiert der Priester durch seine Weihe Christus. Er spricht das "Hochgebet" und die Konsekrationsworte (Wandlungsworte) über Brot und Wein, "damit sie uns werden Leib und Blut deines Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus".

Karl Veitschegger

Aus der Feier der Hl. Eucharistie

So bitten wir dich, Vater:
der Geist heilige diese Gaben,
damit sie uns werden
Leib † und Blut unseres Herrn Jesus Christus,
der uns die Feier dieses Geheimnisses aufgetragen hat
als Zeichen des ewigen Bundes.

Da er die Seinen liebte, die in der Welt waren, liebte er sie bis zur Vollendung.
Und als die Stunde kam, da er von dir verherrlicht werden sollte,
nahm er beim Mahl das Brot und sagte Dank,
brach das Brot, reichte es seinen Jüngern und sprach:

NEHMET UND ESSET ALLE DAVON:
DAS IST MEIN LEIB,
DER FÜR EUCH HINGEGEBEN WIRD.

Ebenso nahm er den Kelch mit Wein,
dankte wiederum, reichte den Kelch seinen Jüngern und sprach:

NEHMET UND TRINKET ALLE DARAUS:
DAS IST DER KELCH DES NEUEN UND EWIGEN BUNDES,
MEIN BLUT, DAS FÜR EUCH UND FÜR ALLE VERGOSSEN WIRD ZUR VERGEBUNG DER SÜNDEN.
TUT DIES ZU MEINEM GEDÄCHTNIS.

Wort der Kirche

"In der Messe, dem Herrenmahl, wird das Volk Gottes zu einer Gemeinschaft unter dem Vorsitz des Priesters, der Christus in seinem Tun repräsentiert, zusammengerufen, um die Gedächtnisfeier des Herrn, das eucharistische Opfer, zu begehen. Deshalb gilt für diese Versammlung der Kirche an einem Ort ganz besonders die Verheißung Christi: "Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen" (Mt 18,20).

In der Messfeier, die das Kreuzesopfer Christi zu allen Zeiten vergegenwärtigt, ist Christus wirklich gegenwärtig in der Gemeinde, die sich in seinem Namen versammelt, in der Person des Amtsträgers, in seinem Wort sowie wesenhaft und fortdauernd unter den eucharistischen Gestalten."

(Aus der Allgemeinen Einführung in das Römische Messbuch II,7)

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