© Foto: Gerd Neuhold, Sonntagsblatt

Verlegerin Gerda Schaffelhofer, em. Bischof Egon Kapellari, Bischof Wilhelm Krautwaschl. - Foto: Gerd Neuhold, Sonntagsblatt

„Ein Bischof hört nie auf, Bischof zu sein“

Buchpräsentation „Schritte zur Mitte“ zum 80. Geburtstag von Bischof Egon Kapellari.

Mit der Buchpräsentation des neuen Werkes "Schritte zur Mitte" ehrte die Diözese den 80. Geburtstag des emeritierten Diözesanbischofs Egon Kapellari. Verlegerin Gerda Schaffelhofer stellte das Werk Kapellaris mit den Worten vor: „Wir wissen – ein Bischof hört nie auf Bischof zu sein.“ Bischof Wilhelm Krautwaschl würdigte im Grußwort den Jubilar: "Egon Kapellari hat zeit seines Lebens ‚Schritte zur Mitte‘ nicht nur bedacht, sondern ist solche auch gegangen. Damit legst du, Herr Bischof, allen eine hohe Latte, denn die Mitte, von der du sprichst und die du immer wieder aufsuchst, ist kein geographischer Ort. Sie ist vielmehr eine Person, Jesus Christus nämlich, der als Gott Mensch wurde und damit in sich die vertikale Dimension des Menschen, zwischen Himmel und Erde ausgespannt zu sein, markiert. ...Dieser Ort, nein, diese Person und dieser Gestus sind eine Wegmarkierung, die du nicht müde wurdest, allen, zu denen du gesendet warst, immer und immer wieder neu in Erinnerung zu rufen als den entscheidenden Orientierungspunkt für das eigene Leben in der Nachfolge."

"Wie heute über Gott sprechen?"

Der Sammelband umfasst Predigten, Ansprachen wie auch jenen Hirtenbrief zum Rücktritt des 57. Diözesanbischofs von Graz-Seckau im Jänner 2015. Im Gespräch mit Hochschulseelsorger Alois Kölbl legte Kapellari die Grundzüge seines neuen Buches dar. "Wie heute über Gott sprechen?- Es muss so über Gott gesprochen werden, dass es nicht peinlich ist." Der Jubilar zitierte öfters aus seiner Ansprache bei Geist und Gegenwart auf Schloss Seggau mit dem Titel „Böse Religion? Gute Religion?" in der er die These von Jürgen Habermas vertritt, dass die Frage ob jemand glaubt oder nicht glaubt nicht einfach aus dem gesellschaftlichen Diskurs gestrichen werden kann, denn "dann leiden sie", warnte
Kapellari. ln der derzeitigen Diskussion über Migration stellte der Bischof zuerst ein Wort von Mutter Teresa: "Wir müssen helfen bis es weh tut" und „Denkverbote und Totalitarismen bringen gar nichts, es brauche einen starken Idealismus, der aber nicht blauäugig sein darf, in Form eines realistischen Idealismus."

Neben Bischof Wilhelm Krautwaschl waren Superintendent Hermann Miklas, Bischofsvikar Heinrich Schnuderl, die ehemaligen Landeshauptleute Waltraud Klasnic und Franz Voves, Gemeinderat Peter Piffl-Percevic, der ehemalige Abt von Stift Heiligenkreuz Gregor Henckel-Donnersmack, Pater Superior Karl Schauer und zahlreiche Freunde und Wegbegleiter der 80-jährigen Jubilars. 



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