© Foto: Gerd Neuhold, Sonntagsblatt

Bischof Wilhelm Krautwaschl: "Große Hoffnung wird heute mit kleinen Buchstaben geschrieben" - Foto: Gerd Neuhold, Sonntagsblatt

"Lassen wir uns auf Gott ein"

Bischof Krautwaschl fordert in seiner Predigt zur Jahresschlussandacht auf, ein Netz der Zuversicht zu spinnen.

Hoffnung ist das Hauptthema der Predigt von Bischof Wilhelm Krautwaschl zur Jahresschlussandacht im Grazer Dom. Er ortet eine "pragmatische bis resignative Stimmung" in der Gesellschaft unserer Zeit. Hoffnung auf eine Besserung des Arbeitsmarktes und auf die Beendigung kriegerischer Auseinandersetzungen spielen eine große Rolle, Krautwaschl fragt aber provokant: Wenn sich alle diese Hoffnungen erfüllen ließen - wäre dann alles gut? 

"Netz von Erfahrungen und Zuversichten"

Viele Menschen würden sich pragmatische, auf weite Sicht untaugliche Strategien zurechtlegen, den Herausforderungen zu begegnen: Sie "wurschteln" sich durch, drücken etwas - manchmal auch mit Gewalt - durch, oder orientieren sich am Zeitgeist. Krautwaschl seien als Gegenpol dazu in unterschiedlichen Weltgegenden Menschen begegnet, die, umgeben von großen Herausforderungen, "unbeirrt für sich selbst in der kleinen Münze des Alltags ihr Leben aus dem Evangelium gestaltet haben." Er habe auch viele Engagierte in Pfarren getroffen, die ein "Netz von Erfahrungen und Zuversichten" spinnen, in denen große Hoffnung wächst.

Er ruft in seinen Abschlussworten dazu auf, dieses Netz dichter zu knüpfen: "Lassen wir uns auf Gott ein, der mich, der Dich, der jede/n von uns aushält, weil er liebt."



Grüß Gott auf unserer Website! Wir verwenden Cookies, um die Bereitstellung unserer Inhalte und Services zu erleichtern. Mit der weiteren Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden.Mehr Informationen

OK