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Hl. Maria Goretti und sel. Maria Theresia Ledóchowska

Namenstag: Marietta, Goar, Jesaja

Hl. Maria Goretti

Jungfrau, Märtyrin

Maria Goretti wurde am 2. Juli 1902 zur Märtyrin der Reinheit in Conca di Nettuno. Einer Vergewaltigung widerstrebend, wurde sie im Alter von zwölf Jahren ermordet.

Papst Pius XII nahm sie am 25. Juni 1950 in Gegenwart ihrer Mutter und ihres Bruders unter die Heiligen auf. Ihr Mörder lebte damals nach verbüßter Strafe in einem Kapuzinerkloster

 

Sel. Maria Theresia Ledóchowska

Gründerin der St.-Petrus-Claver-Sodalität

Maria Theresia Ledóchowska, 1863 in Loosdorf bei Melk geboren, gründete als Hofdame in Salzburg seit 1888 Vereine zur Überwindung der Sklaverei, gab 1891 ihre Stellung am Hof auf und widmete ihr Leben ganz dem Dienst der Mission.

1894 genehmigte Leo XIII die Gründung der St.-Petrus-Claver-Sodalität für die afrikanischen Missionen. Als erste Niederlassungen errichtete sie Wien (1895) und Maria Sorg in Salzburg-Kasern (1897). Sie kam auch zweimal nach Graz, 1898 und  1916. Sie hielt für die Marianischen Kongregationen der St.-Josefs-Kirche und des Herz-Jesu-Klosters im Admonterhof und im Speisehaus am Bischofplatz Vorträge und Besprechungen, die auch hier zur Gründung der St.-Petrus-Claver-Sodalität führten.

Sie war von gebrechlichem Körper, erkannte mit genialer Intuition die Notwendigkeit des Presseapostolats, errichtete Druckereien und veröffentlichte Zeitschriften, um den Missionsgedanken (verbunden mit dem Kampf gegen die Sklaverei) zu fördern und wach zu halten.

Sie verkörpert den im 19. und 20. Jahrhundert so bedeutsamen Vereinskatholizismus und den Typ der im kirchlichen Leben wirksam tätigen Frau, der damals noch selten anzutreffen war. Sie starb am 6. Juli 1922 in Rom. 1975 wurde sie von Paul VI seliggesprochen.